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12.04.2019

12:12

Wirtschaftsprüfer

Ernst & Young soll in Danske-Bank-Skandal verwickelt sein

Die Danske Bank steht inmitten einer Geldwäsche-Affäre ihrer estnischen Filiale. Der Wirtschaftsprüfer EY könnte von den Machenschaften gewusst haben.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young könnte von dem Skandal gewusst haben, ohne diesen zu melden. dapd

Ernst & Young

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young könnte von dem Skandal gewusst haben, ohne diesen zu melden.

KopenhagenDie Rolle des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young im Geldwäscheskandal bei dem größten dänischen Geldhaus wird ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Eine dänische Aufsichtsbehörde beantragte, dass die Ermittler Ernst & Young ins Visier nehmen sollten. Der Wirtschaftsprüfer hatte die Bilanz der Danske Bank für 2014 geprüft. Ernst & Young erklärte, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Eine Abteilung des dänischen Wirtschaftsministeriums hatte im vergangenen Jahr mit der Untersuchung von EY begonnen, als das Ausmaß des Danske-Skandals offensichtlich wurde. Dänemarks größte Bank steht im Mittelpunkt einer Geldwäsche-Affäre in Estland im Volumen von 230 Milliarden US-Dollar, die sich von 2007 bis 2015 erstreckte. Ernst & Young wird wegen seiner Arbeit bei der Jahresabschluss-Prüfung von Danske für 2014 untersucht.

In einer Mitteilung am Freitag erklärte die Danish Business Authority, dass sie zu der Einschätzung gelangt sei, dass „EY im Zusammenhang mit der Prüfung der Berichte der Danske Bank für 2014 von Informationen Kenntnis erhielt“, was bedeutet, dass „EY eine genauere Untersuchung hätte durchführen und die zentrale Meldestelle für den Finanzsektor hätte informieren müssen“.

In einer schriftlichen Erklärung sagte Ernst & Young, dass ihre dänische Sparte „seit Oktober 2018 in vollem Umfang mit der Danish Business Authority zusammengearbeitet und alle Dokumente zu unserer Prüfung zur Verfügung gestellt“ habe. „EY Dänemark hat entsprechend den seinerzeit geltenden Bestimmungen berichtet, und wir werden in vollem Umfang mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten“, hieß es.

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