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13.05.2019

11:42

Zinswende-Tracker

Laut einem Berenberg-Indikator ist weiter mit sinkenden Zinsen zu rechnen

Der „Zinswende-Tracker“ zeigt in naher Zukunft keine Zinswende an. Der Grund: Die Renditen langlaufender Staatsanleihen fallen weiterhin.

Henning Gebhardt verlässt die Bank. PR

Berenberg Bank

Henning Gebhardt verlässt die Bank.

Frankfurt Inzwischen verharrt der „Zinswende-Tracker“ den vierten Monat in Folge im negativen Bereich. Das ist ein Indikator, der seit Januar 2015 von der Privatbank Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG berechnet wird.

Zwar legte er im Mai im Vergleich zum April um sechs Prozentpunkte zu. Von der Indikation einer Zinswende ist er mit -28 Prozent aber noch weit entfernt. Das heißt: Der Indikator signalisiert weiterhin sinkende Zinsen.

„Ausschlaggebend hierfür sind nach wie vor fallende Renditen von langlaufenden Staatsanleihen sowie von Papieren aus dem Bank- und Unternehmenssektor“, schreiben die Analysten Philipp Jäger und Helge Schunck von Berenberg in Frankfurt. „Ebenfalls ein negativer Indikator-Beitrag kommt von Seiten der Kreditzinsen, ein positiver Beitrag hingegen von der Einlagenseite.“

Innerhalb der einzelnen Segmente, die von dem Indikator erfasst werden, gab es nur geringe Verschiebungen. Lediglich die Einlagensätze veränderten sich nennenswert. Hier stieg der entsprechende Subindikator um fünf Prozentpunkte auf sieben Prozent an.

Die Berechnung des „Zinswende-Tracker“ basiert auf einer Auswahl von 65 verschiedenen Zinsmaßen. Aus diesen Maßen werden 260 Signale für steigende bzw. fallende Zinsen ermittelt. Danach werden die Signale meist nach BIP-Anteilen gewichtet und zu dem „Zinswende-Tracker“ als Indikator zusammengeführt. Die Werte dieses Indikators bewegen sich zwischen -100 Prozent (alle Zinssignale zeigen fallende Zinsen an) und +100 Prozent (alle Zinssignale zeigen steigende Zinsen an).

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