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27.05.2019

18:13

Auch BC-Partners Chef schließt Rückschläge in der Branche nicht aus. Bloomberg

Raymond Svider

Auch BC-Partners Chef schließt Rückschläge in der Branche nicht aus.

Frankfurt Zwar erwarten die meisten Experten langfristig ein stetiges Wachstum im Private-Equity-Markt. Das schließt aber kurzfristige Rückschläge, wie sie etwa Ende 2018 zu beobachten waren, nicht aus.

Zum Jahresbeginn hat sich das Geschäftsklima im sogenannten Spätphasensegment des deutschen Beteiligungsmarkts – in dem beispielsweise Private-Equity-Häuser wie BC Partners, EQT oder KKR tätig sind – wieder stabilisiert.

Der Geschäftsklimaindikator für dieses Segment im German Private Equity Barometer (GPEB) legt im ersten Quartal 2019 leicht zu, und zwar um 3,5 Zähler auf 63,2 Punkte.

Bei den etablierten Firmen werden gerne Mittelständler oder Konzernteile von Finanzinvestoren erworben, neu strukturiert und nach mehreren Jahren weiterverkauft. Die Beteiligungsmanager bewerten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen in diesem Jahr wieder etwas besser.

Das GPEB wird von der staatlichen Förderbank KfW und dem Branchenverband BVK erstellt. Das Klima für das Auflegen neuer Beteiligungsfonds ist laut dem Barometer sehr gut. Außerdem hat sich die Unzufriedenheit mit den Einstiegspreisen zum Jahresbeginn deutlich entspannt.

Grafik

Dagegen hat sich das Exit-Umfeld stark eingetrübt, vor allem die Möglichkeit von Börsengängen für die im Besitz von Private-Equity-Fonds befindlichen Unternehmen hat sich verschlechtert.

Wenn man auch junge Technologieunternehmen und Start-ups berücksichtigt, dann geht das GPEB insgesamt im ersten Vierteljahr leicht zurück. Das Geschäftsklima auf dem Markt für Venture-Capital sinkt demnach sehr deutlich um über zwölf Zähler.

Die leichte Stimmungsabkühlung unterstreiche, dass der Beteiligungsmarkt durchaus zu korrigieren in der Lage sei und nicht, wie bereits von einigen Beobachtern postuliert, ungebremst in eine Blase hineinlaufe, sagt BVK-Vorständin Ulrike Hinrichs.

KfW Capital stabilisiert den Markt

Die Förderbank KfW möchte mit der neuen Gesellschaft KfW Capital GmbH den Markt für Venture-Capital hierzulande ankurbeln. Auf Sicht von zehn Jahren will man mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens zwei Milliarden Euro in europäische Venture-Capital-Fonds investieren. Dabei sollen die Einzelinvestments 25 Millionen Euro nicht übersteigen.

„Gerade in einem Abschwung werden wir unseren Förderauftrag ernst nehmen und wie geplant kontinuierlich weiter investieren“, sagt Geschäftsführer Jörg Goschin. Jährlich fehlten allein in Deutschland schätzungsweise zwischen 500 und 600 Millionen Euro Wachstumskapital für Start-ups, die aus der Gründungsphase raus sind, ergänzt Goschin.

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