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06.04.2018

16:58

Bitcoin

Milliardär Soros will mit Kryptowährungen handeln

Von: Julia Rotenberger

Noch bis vor Kurzem galt er als Bitcoin-Skeptiker. Nun hat George Soros seine Meinung offenbar geändert – und steigt ins Krypto-Geschäft ein.

Soros wettet gerne gegen Zahlungsmittel – nun auch gegen virtuelle. Reuters

George Soros

Soros wettet gerne gegen Zahlungsmittel – nun auch gegen virtuelle.

DüsseldorfGeorge Soros wurde mit seiner Wette gegen das britische Pfund weltberühmt, nun will der Milliardär offenbar in die Welt der virtuellen Währungen einsteigen. So solle Adam Fisher, Chef der Makro-Investment-Sparte des Soros Fund, in den vergangenen Monaten die Erlaubnis erhalten haben, mit virtuellen Währungen zu handeln, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Allerdings solle Soros noch keine konkrete Wette am Laufen haben. Die Finanzszene zweifelt unterdessen, ob die Bloomberg-Information tatsächlich stimmt. Man frage sich, schreibt der Finanzblog „Zerohedge“, ob der Investmentguru tatsächlich gerade dabei sei, in die Kryptowährungen einzusteigen, oder ob er möglicherweise – entgegen der Bloomberg-Information – bereits eine größere Position aufgebaut habe.

Mysteriös ist auch, was Soros dazu bewogen haben könnte, in die Krypto-Taler zu investieren. Noch im Januar kritisierte der Star-Investor auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos den Bitcoin. Bitcoin sei keine digitale Währung, sondern Spekulation, sagte der 87-Jährige damals.

George Soros: „Der Bitcoin ist keine Währung“

George Soros

„Der Bitcoin ist keine Währung“

Der US-Großinvestor reiht sich ein in die Gruppe der Bitcoin-Kritiker und spricht von einer „typischen Blase“. Einen dramatischen Einbruch der Währung erwartet Soros jedoch nicht, eher einen langsamen Wertverfall.

„Eine Währung, die 25 Prozent am Tag schwankt, kann nicht genutzt werden, um etwa Löhne zu zahlen.“ Er verglich den Bitcoin-Hype mit der Tulpenmanie aus dem 17. Jahrhundert. Der irrationale Kaufrausch der Niederländer endete damals in einer Krise und dem Zusammenbruch der Preise.

Beim Bitcoin prognostizierte er einen langsamen Wertverlust – und sollte sich irren. Allein seit Januar hat sich der Bitcoin-Wert beinahe gedrittelt – von rund 18.000 auf gerade Mal rund 6.600 Dollar, wie die Daten von der Datenplattform coinmarketcap.com zeigen.

Möglicherweise ist es gerade der Preisverfall, der die virtuelle Währung für Soros nun attraktiv macht. Mit Wetten hat Soros ja bekanntlich Erfahrung. Und eine günstige Einstiegsgelegenheit bietet sich Soros nun allemal.

Kommentare (6)

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Frau Annette Bollmohr

06.04.2018, 17:24 Uhr

„Pecunia non olet“ („Geld stinkt nicht“)

Für mich schon; jedenfalls, sobald es seinen ursprünglich angedachten Funktionsraum als reines Zahlungs- bzw. Tauschmittel verlässt und zum Machtinstrument wird (in wessen Hand, ist dabei letztlich egal).

Aber erstmal abwarten, was an der Info überhaupt dran ist.

Herr Aris Hägermann

06.04.2018, 17:58 Uhr

Also vor einem Jahr stand der Bitcoin noch bei unter 1000€. Der Kurs hat sich seitdem doch ganz erheblich gesteigert. Dauernd wird von einer Blase gesprochen, und jetzt ist er auf einmal günstig. Was denn nun?

Herr Peter Spiegel

06.04.2018, 19:29 Uhr

Hein Bloed kann dem Herrn Soros ein paar Kronen-Coins zum Test geben, absolut stabil
die Kohle und nur im Zusammenhang mit den Käufern zu sehen also den Flaschen.

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