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19.09.2019

20:06

Auf eigenen Wunsch

Vorständin Hauke Stars verlässt die Deutsche Börse

Von: Andreas Kröner

Die einzige Frau im Vorstand kehrt Deutschlands größtem Börsenbetreiber den Rücken – und ist damit bald verfügbar für andere Spitzenjobs.

Seit 2012 Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse AG. Bert Bostelmann für Handelsblatt

Hauke Stars

Seit 2012 Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse AG.

Frankfurt Die Deutsche Börse muss sich ein neues Vorstandsmitglied suchen. Hauke Stars werde ihren Ende November 2020 auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängern, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

„Ich respektiere die Entscheidung von Frau Stars, die sich nach acht Jahren bei der Deutschen Börse neuen Herausforderungen stellen möchte, und danke ihr für die langjährige vertrauensvolle und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärte Aufsichtsratschef Joachim Faber. Bis zum Ende ihres Vertrages werde Stars dem Unternehmen mit vollem Einsatz zur Verfügung stehen.

Finanzkreisen zufolge hat Stars noch keinen neuen Job. Doch mit ihrer Ankündigung signalisiert die 52-Jährige natürlich, dass sie ab Ende nächsten Jahres auf dem Markt ist. Angesichts ihres Profils gehen bei der Deutschen Börse viele davon aus, dass sie gute Aussichten auf Spitzenjobs bei anderen Unternehmen hat.

Die Diplom-Ingenieurin begann ihre Karriere 1992 bei Bertelsmann. Anschließend arbeitete sie für ThyssenKrupp Information Systems und Hewlett Packard. 2012 wechselte die gebürtige Merseburgerin zur Deutsche Börse und war dort im Vorstand zunächst für die IT-Sparte und das Marktdatengeschäft zuständig.

2016 übernahm Stars im Börsen-Vorstand die Verantwortung für den Aktienhandel und das Thema Wachstumsfinanzierung. Seit 2018 ist sie zudem Arbeitsdirektorin. Finanzkreisen zufolge hätte sie im Zuge des Vorstandsumbaus gerne noch mehr Zuständigkeiten übernommen, doch dazu kam es am Ende nicht.

Der Aktienhandel und das Thema Wachstumsfinanzierung sind für die Außendarstellung der Deutschen Börse von großer Bedeutung. Der Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse, die gerade aufwendig umgebaut wird, prägt das Bild der Deutschen Börse in der Öffentlichkeit. Und die Finanzierung von aufstrebenden Jungunternehmen ist auch in der Politik ein sehr wichtiges Thema.

Stars hat sich bei ihrer Tätigkeit in Frankfurt einen guten Ruf erworben. Die Managerin, die auch im Aufsichtsrat des Gesundheitskonzerns Fresenius sitzt, ist eine angenehme Gesprächspartnerin und tritt regelmäßig bei Veranstaltungen auf. Wirtschaftlich ist die Bedeutung ihres Segments für die Deutsche Börse allerdings überschaubar. Im vergangenen Jahr trug der Aktienhandel weniger als zehn Prozent zum Betriebsgewinn des Unternehmens bei.

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