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12.09.2017

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger sind wieder im Risiko-Modus

Die Kauffreude der Aktienanleger hält an. Der Leitindex beendet den Handel über der Marke von 12.500 Punkten und steigt auf ein Acht-Wochen-Hoch. Die geplante Stahlfusion sorgt für Gewinne beim Thyssen-Krupp-Papieren.

Börse am Abend

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Börse am Abend: Autobauer erholen sich – Solider Tag für den Dax

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FrankfurtAbflauende Nordkorea- und Hurrikansorgen haben den Börsen in Europa am Dienstag Rückenwind verliehen. Anleger deckten sich mit Aktien ein und warfen die „Antikrisen-Währung“ Gold aus ihren Depots. Der Dax stieg zum Handelsschluss um 0,4 Prozent auf 12.525 Punkten und knackte dadurch erstmals seit acht Wochen die Marke von 12.500 Punkten. Der Euro Stoxx50 legte 0,4 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 3510 Zähler zu. „Weil Nordkorea am Wochenende keine neue Rakete abgefeuert hat und Hurrikan 'Irma' weniger schlimm gewütet hat als befürchtet, schalten Anleger wieder in den Risiko-Modus um“, sagte Volkswirt John Sharma von der National Australia Bank.

Durch das Knacken der 12.500er-Marke habe sich der Dax weiteren Spielraum nach oben eröffnet, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Es kann jetzt auch sehr schnell bis auf 12.700 Punkte gehen, sollte der Euro tatsächlich bei 1,20 Dollar zumindest kurzfristig seinen Höhenflug beendet haben.“ Die Gemeinschaftswährung, die seit Anfang des Jahres wegen Spekulationen auf ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB rund 15 Prozent zugelegt hat, notierte am Dienstag 0,1 Prozent fester bei 1,1964 Dollar. Am Mittwoch war der Euro wegen eines stärkeren Dollars deutlich gefallen.

Devisenexperten rechnen jedoch damit, dass der Euro weiter hoch im Kurs steht. Spätestens am Donnerstag, wenn die US-Inflationsdaten für August veröffentlich werden, werde es mit dem „Greenback“ wohl wieder bergab gehen, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Die Experten rechnen damit, dass die Inflationsdaten enttäuschen, wodurch Spekulationen auf weiterhin niedrige Leitzinsen in den USA angeheizt werden könnten.

Dax, MDax und TecDax: Die Renditekönige im August

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Starker August für Energieriesen, Anleger schalten bei Pro Sieben ab

Die Schockmomente des ersten Halbjahres – Trump-Amtsantritt, Frankreich-Wahlen und Fed-Zinserhöhungen – sind an den Märkten weniger zu spüren. Dafür gibt es andere Faktoren. Die Gewinner und Verlierer im August.

Am Devisenmarkt setzte das Pfund Sterling zu einem Höhenflug an, nachdem Inflationsdaten für August stärker ausfielen als erwartet. Die britische Währung verteuerte sich um 0,8 Prozent und kostete mit 1,3273 Dollar so viel wie seit einem Jahr nicht mehr. Der Londoner Auswahlindex „Footsie“ büßte seine Gewinne komplett ein und notierte fast unverändert bei 7403 Zählern. Die Verbraucherpreise stiegen im August in Großbritannien um 2,9 Prozent. Das heizt Händlern zufolge die Spekulationen auf eine Zinserhöhung an.

Im Dax gehörten die Aktien von Volkswagen mit einem Plus von 1,8 Prozent zu den größeren Gewinnern. Der Autobauer will seine Ausgaben für Elektromobilität wie die Rivalen Daimler und BMW deutlich erhöhen, wie er auf der Branchenmesse IAA in Frankfurt ankündigte. Bis 2030 sollen mehr als 20 Milliarden Euro in den Bau von e-Autos fließen.

An der Dax-Spitze notierten allerdings die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank, die um 3,1 sowie um 2,5 Prozent zulegten.

Gefragt waren auch die Titel von Thyssen-Krupp, die ihren Höhenflug vom Montag fortsetzten und um 1,2 Prozent zulegten. Anleger spekulieren darauf, dass es bald zu der mit Spannung erwarteten Stahlfusion mit dem indischen Rivalen Tata Steel kommt. Tata erklommen in Indien den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren.

So sparen die Deutschen

Geldvermögen

Das Geldvermögen der deutschen Bürger beträgt insgesamt 5,6 Billionen Euro. Auf verschiedene Anlageklassen ist es wie folgt verteilt:

Stand Dezember 2016

Quelle: Bundesverband deutscher Banken, Bundesbank

Versicherungen und Pensionskassen

2,15 Billionen Euro

Spar-, Sicht- und Termineinlagen

2 Billionen Euro

Investmentfonds

518 Milliarden Euro

Aktien

373 Millionen Euro

Bargeld

166 Milliarden Euro

Schuldverschreibungen

127 Milliarden Euro

Sonstige Sparanlagen

218 Milliarden Euro

An der Börse in London deckten sich Anleger mit Aktien von Ashtead ein und trieben den Kurs um 6,3 Prozent auf ein Rekordhoch. Der Maschinenvermieter profitiert nach eigenen Angaben davon, dass Unternehmen wegen der Aufräumarbeiten nach den Hurrikans in den USA mehr Maschinen und Werkzeuge ausleihen.

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

12.09.2017, 11:01 Uhr

Wie gemein, der Dax, das arme Tier wird fast jeden Tag mit Opiaten zu Höchstleistungen getrieben, wo bleiben hier die NGOs ?

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