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08.09.2017

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht mit Mini-Plus ins Wochenende

Der Dax hat zum Wochenschluss etwas an Schwung verloren. Investoren sorgen sich über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed, Gold ist wieder gefragt. Einen kleinen Gewinn verzeichnet das Börsenbarometer dennoch.

Börse am Abend

Positive Wochenbilanz – Daran konnte auch Draghi nichts ändern

Börse am Abend: Positive Wochenbilanz – Daran konnte auch Draghi nichts ändern

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FrankfurtSorgen vor einem neuen Atomtest Nordkoreas, vor weiteren Verwüstungen durch Hurrikan „Irma“ und vor dem immer weiter steigenden Euro haben am Freitag die Stimmung an den Börsen gedrückt. Anleger fassten Aktien nur mit spitzen Fingern an und deckten sich lieber mit als sicher geltenden Anlagen wie Gold und deutschen Staatsanleihen ein. Der Dax ging mit 12.304 Punkten knapp 0,1 Prozent höher aus dem Handel. Der Index der mittleren Werte, MDax, dagegen legte gut 0,4 Prozent zu. Der TecDax verlor 0,2 Prozent auf 2331 Zähler während der Euro Stoxx50 3447 Punkten auf der Stelle trat.

Gefragt bei Anlegern waren vor allem Bankaktien, wegen der Spekulationen auf ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik. Die Aktien von Commerzbank und Deutsche Bank waren mit einem Plus von 1,5 und 0,6 Prozent unter den Dax-Gewinnern. Größter Gewinner im Index waren allerdings die Aktien von Thyssen-Krupp, die sich um 1,8 Prozent auf gut 26 Euro verteuert. Grund dafür dürften die Hoffnungen der Anleger auf ein schnelleres Voranschreiten der Fusion mit Tata Steel ein. Zuletzt mahnte die Fondsgesellschaft Union Investment zur Eile: „Je früher es Klarheit gibt, desto besser wäre das“, sagte der Portfolio-Manager der Fondsgesellschaft, Ingo Speich, in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Zu den Dax-Verlieren zählten dagegen die Aktien von Pro-Sieben-Sat 1, die sich um 0,8 Prozent verbilligten.

Im Nebenwerteindex MDax deckten sich Anleger mit Fielmann-Papieren ein, nachdem Analysten des Bankhauses Lampe sie zum Kauf empfahlen. Der Kurs stieg um 3,7 Prozent. Verloren haben dagegen die Papiere von Leoni, die gut 5,6 Prozent ihres Wertes einbüßten.

So sparen die Deutschen

Geldvermögen

Das Geldvermögen der deutschen Bürger beträgt insgesamt 5,6 Billionen Euro. Auf verschiedene Anlageklassen ist es wie folgt verteilt:

Stand Dezember 2016

Quelle: Bundesverband deutscher Banken, Bundesbank

Versicherungen und Pensionskassen

2,15 Billionen Euro

Spar-, Sicht- und Termineinlagen

2 Billionen Euro

Investmentfonds

518 Milliarden Euro

Aktien

373 Millionen Euro

Bargeld

166 Milliarden Euro

Schuldverschreibungen

127 Milliarden Euro

Sonstige Sparanlagen

218 Milliarden Euro

Der Euro setzte seinen Höhenflug vom Donnerstag fort und zog zeitweise um einen Dreiviertel US-Cent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 1,2092 Dollar an. Gegen Börsenschluss notierte die Währung noch bei 1,2033 Dollar. „Offensichtlich wollen einige testen, bei welchem Kurs die Schmerzgrenze der EZB liegt“, so Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Anleger spekulieren darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre ultralockere Geldpolitik bald eindämmt.

EZB-Chef Mario Draghi betonte allerdings auch, dass er den Anstieg des Euro - seit Jahresbeginn sind es rund 14 Prozent - mit Sorge beobachte. Im Oktober wollen die Währungshüter entscheiden, wie es mit dem umstrittenen Anleihenkaufprogramm der EZB weitergeht. Experten erwarten, dass die EZB dann den schrittweisen Ausstieg aus dem Programm ankündigen werden. Den europäischen Unternehmen bereitet ein starker Euro Sorgen, da sich ihre Waren im Welthandel verteuern und sie weniger wettbewerbsfähig werden.

Ein Großteil der Euro-Stärke ist nach Meinung von Analysten aber auch der Dollar-Schwäche geschuldet. „Der Dollar leidet vor allem unter dem politischen Durcheinander in Washington“, kommentierte Experte Christoph Balz. Die Blockade der Finanzpolitik der USA bestehe weiter. So wurden ein Zahlungsausfall und ein Stillstand der Bundesverwaltung nur bis zum 8. Dezember vermieden. „Darüber hinaus sehen wir kaum eine Chance für eine baldige große Steuerreform“, schreibt Balz.

Dax, MDax und TecDax: Die Renditekönige im August

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Starker August für Energieriesen, Anleger schalten bei Pro Sieben ab

Die Schockmomente des ersten Halbjahres – Trump-Amtsantritt, Frankreich-Wahlen und Fed-Zinserhöhungen – sind an den Märkten weniger zu spüren. Dafür gibt es andere Faktoren. Die Gewinner und Verlierer im August.

Ein weiterer Belastungsfaktor für die US-Währung war der Hurrikan „Irma“, der mit extrem hohen Windgeschwindigkeiten auf Florida zurollte. In der Region formieren sich mit „Jose“ und „Katia“ zudem zwei weitere Wirbelstürme. Wegen der drohenden Unterbrechung der Ölförderung im Golf von Mexiko müsse mit einem weiteren Anstieg der Energiepreise gerechnet werden, sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee erlitt nach einem leichten Kursanstieg am Vormittag einen Einbruch und notierte zuletzt gut 0,5 Prozent tiefer bei 54,2 Dollar je Barrel. Die Texas-Sorte WTI verlor 1,7 Prozent auf 48,2 Dollar je Barrel.

Kopfschmerzen bereitet Investoren zudem der Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas am Samstag. Das Land könne dies zum Anlass für einen neuen Atomraketentest nehmen, sagte Marktanalyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets. Gold stieg auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 1357,54 Dollar je Feinunze. Das Interesse an den ebenfalls als sicher geltenden Bundesanleihen drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten.

Kommentare (6)

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Herr Günther Heck

08.09.2017, 12:38 Uhr

Ich denke nicht, dass der Donald T. es alleine gut findet, dass der Dollar vorübergehend verliert. Das hat er doch gewollt und siehe da, zumindest läuft das.

Herr Toni Ebert

08.09.2017, 13:25 Uhr

Ich sehe nur, dass mit Mr. Trump, den Ehrenmann und Hoffnungsträger die US-Wirtschaft wieder auf die eigenen Beine kommt. Hier im Land der Erika von Raute macht man nur Sprüche und sieht, wie der US-Dampfer uns überholt.

Herr Carlos Santos

08.09.2017, 14:29 Uhr

HANDELSBLATT REDAKTEUR MATTHIAS STREIT ZUR EZB-SITZUNG
„Der Euro ist die flexibelste Währung am Kapitalmarkt“

.............................

EURO IST NICHT FLEXIBELSTE WÄHRUNG SONDERN DER BESTER BEWEIS DAFÜR WIE MAN WÄHRUNGEN MANIPULIEREN KANN !!!

DER EURO UND SEINE MANIPULATIONEN BEWEISEN AUCH DEN GROSSARTIGEN LUST EUROPAS MIT KORRUPTION UND ANHAND EINE WÖÄHRUNG SICH AUS EINEN NOCH NICH DA GEWESENEN CHAOS EUROPAS SEIT DEM ZWEITEN WELTKRIEG HERAUS MOGELN ZU WOLLEN !!!

GEBE ES EINEN RICHTIGEN RATINGSAGENTUR AUF DER WELT FÜR WÄHRUNGEN SO MÜSSTE DER EURO NICHT NUR ALS RAMSCH SONDERN ALS ASCHE DES RAMSCH EINGESTUFT WERDEN !!!

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