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07.09.2017

23:51 Uhr

Börse New York

Keine großen Sprünge an der Wall Street

An der Wall Street spuckten die Anleger keine großen Töne. Zu verbreitet ist die Verunsicherung wegen des Hurrikans vor Floridas Küste. Stark zulegen konnte Fitbit, Anbieter von Fitness-Armbändern.

Börse New York

„Irma“ sorgt für Chaos an der Wall Street

Börse New York: „Irma“ sorgt für Chaos an der Wall Street

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New YorkDie US-Börsen haben sich am Donnerstag kaum verändert. Anleger hielten sich angesichts der Hurrikans „Irma“ zurück, der am Wochenende wohl Florida treffen werde, sagten Händler. Erst vor einigen Tagen hatte der Wirbelsturm „Harvey“ schwere Verwüstungen in Texas und Louisiana angerichtet. Der Sachschaden dort wird auf rund 180 Milliarden Dollar geschätzt. Zudem warteten Anleger auf die Rede des Fed-Mitglieds William Dudley, um sich ein klareres Bild über den weiteren Kurs der US-Notenbank in ihrer Zinspolitik machen zu können.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 21.784 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2465 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 6397 Punkte.

Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“: US-Wirtschaft wächst mit mäßigem Tempo

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US-Wirtschaft wächst mit mäßigem Tempo

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Am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigen, dass „Harvey“ auch Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen hat: Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stieg in der Woche zum 2. September um 62.000 auf 298.000 und damit auf den höchsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren. Allein in Texas gab es ein Plus von knapp 52.000 Anträgen. Insgesamt ist der längerfristige Trend am Arbeitsmarkt aber weitgehend stabil.

Unter den Einzelwerten sackten Papiere von Barnes & Noble um mehr als neun Prozent ab. Der Quartalsgewinn des Buchhändlers blieb hinter den Erwartungen zurück. Verantwortlich dafür war ein schwaches Online-Geschäft und ein Nachfragerückgang bei den E-Book-Readern Nook.

MasterCard-Aktien legten dagegen um 2,7 Prozent zu, nachdem der Kreditkartenanbieter höhere Einnahmen für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt hatte. Die Aktie von General Electric (GE) folgte mit minus 3,61 Prozent. Mit Blick auf den herannahenden Herbst bleibe er negativ für die Aktie des Mischkonzerns gestimmt, schrieb Analyst Stephen Tusa von der US-Bank JPMorgan. Die Geschäftsentwicklung lasse sich nur schwer vorhersagen und seine bereits deutlich unter den generellen Erwartungen liegenden Schätzungen für GE dürften noch weiter sinken.

In der Hoffnung auf zusätzliche Geschäfte stiegen Anleger bei Fitbit ein. Die Papiere des Anbieters von Fitness-Armbändern kletterten fast zehn Prozent. Genährt wurden die Spekulationen von der angekündigten Kooperation mit Dexcom. Die Firmen wollen gemeinsam ein Gerät zur permanenten Überwachung des Blutzucker-Spiegels von Diabetes-Patienten entwickeln. Das Produkt solle 2018 „so früh wie möglich“ auf den Markt kommen.

Die Anteilsscheine des Medienkonzerns Walt Disney fielen mehr als vier Prozent. Grund war eine Äußerung von Konzernchef Bob Iger, wonach der Gewinn je Aktie in diesem Jahr konstant bleiben wird. Analysten hatten einen Zuwachs erwartet.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will im Rahmen eines Sparprogramms 3500 Mitarbeiter entlassen. Das entspricht gut acht Prozent der weltweiten Belegschaft. Die Entlassungen sind Teil eines größeren Konzernumbaus, der auch Schließungen einiger US-Standorte vorsieht. Die Aktien reagierten darauf mit einem Kursplus von 1,28 Prozent.

Die Anteile von Ferrari sackten an der New Yorker Börse unterdessen um 7,07 Prozent ab. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte die Aktien der Sportwagenschmiede und Fiat-Tochter gleich um zwei Stufen von „Overweight“ auf „Underweight“ gesenkt und dies damit begründet, dass sich der Aktienkurs seit Jahresbeginn inzwischen verdoppelt habe.

US-Anleger schauen ins Beige Book

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Der Euro sprang im späteren US-Handel wieder über die Marke von 1,20 Dollar, unter die er zwischenzeitlich wieder gefallen war und wurde zuletzt mit 1,2028 Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1971 (Mittwoch: 1,1931) Dollar festgesetzt. Am US-Rentenmarkt kletterten richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 15/32 Punkte auf 101 24/32 Punkte und rentierten mit 2,05 Prozent.

Die Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten nicht für sonderlich Bewegung an den US-Börsen, gaben allerdings dem Euro Auftrieb und brachten damit den US-Dollar unter Druck. Zudem kam es am US-Anleihemarkt zu einer Kursrallye. EZB-Präsident Mario Draghi hatte betont, dass das Anleihekaufprogramm weiterlaufen werde, bis die Inflation in der Eurozone substanziell steigt. Einen zügigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik wird es also wohl nicht geben. Konkreteres soll im Oktober bekannt gegeben werden.

In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent fester bei 12.296 Punkten. Der EuroStoxx50 legte 0,4 Prozent auf 3447 Zähler zu. Unter anderem Entspannungssignale im Nordkorea-Konflikt stützten die Kurse.

EuGH-Urteil: Milliardenstrafe gegen Intel muss neu geprüft werden

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Vor acht Jahren verhängte die EU-Kommission gegen Intel eine Strafe von 1,06 Milliarden Euro wegen unfairen Wettbewerbs. Doch noch immer ist kein Geld geflossen – und das wird nach einem Urteil auch erst mal so bleiben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1476 Werte legten zu, 1380 gaben nach und 194 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Milliarden Aktien 1412 im Plus, 1495 im Minus und 221 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 17/32 auf 101-26/32. Die Rendite fiel auf 2,0474 Prozent. Der 30-jährige Bond verbesserte sich um 1-5/32 auf 101-23/32 und rentierte mit 2,6662 Prozent.

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