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06.09.2017

22:54 Uhr

Börse New York

Wall Street auf Erholungskurs

An der Wall-Street atmen die Anleger am Mittwoch auf. Das Beige Book der US-Notenbank Fed kam ebenso gut an wie eine Überraschung im US-Haushaltsstreit. Auf einige Aktien drückten Folgen des Sturms "Harvey".

Die Stimmung bessert sich: Händler an der Wall Street am 6. September. Reuters

Börse New York

Die Stimmung bessert sich: Händler an der Wall Street am 6. September.

New YorkDie Wall Street hat sich am Mittwoch leicht erholt. Die Kursverluste vom Dienstag ermunterten einige Anleger zum Wiedereinstieg in den Aktienmarkt.

Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“: US-Wirtschaft wächst mit mäßigem Tempo

Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“

US-Wirtschaft wächst mit mäßigem Tempo

Die US-Notenbank Fed meldet in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“, dass die US-Wirtschaft mit moderater Geschwindigkeit weiter wächst. Die Inflation hingegen kaum.

Unterstützung erhielten die New Yorker Börsen zudem vom Konjunkturbericht der US-Notenbank. Die heimische Wirtschaft wuchs nach einer Umfrage der Federal Reserve in den vergangenen Wochen weiter. Die Aktivität sei im Juli und der ersten August-Hälfte leicht bis moderat gestiegen, teilte die Fed in ihrem sogenannten Beige Book mit.

Das Handelsbilanzdefizit der USA war im Juli geringer als erwartet ausgefallen. Zudem verbesserte sich im August wieder die Stimmung außerhalb des Verarbeitenden Gewerbes, nachdem sie im Juli deutlich gesunken war. „Insgesamt weisen die Einkaufsmanagerindizes auf eine anhaltend robuste Wachstumsdynamik hin“, urteilte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba und verwies dabei auch auf den jüngst ebenfalls erfreulich ausgefallenen ISM-Index für die Industrie.

Auch die vorläufige Entschärfung des US-Haushaltsstreit kam bei den Investoren gut an. Präsident Donald Trump und der Kongress einigten sich auf eine Zwischenfinanzierung bis zum 15. Dezember. Damit wird ein sogenannter "government shutdown" vermieden, bei dem viele Bundesbehörden aus Geldmangel den Betrieb einstellen müssen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 21.807 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um ebenfalls 0,3 Prozent auf 2465 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,3 Prozent und schloss auf 6393 Punkten. In Frankfurt legten die Aktienmärkte unterstützt von Kursgewinnen der Autobauer zu. Die Furcht vor einem Krieg in Fernost ließ Anleger aber nicht los. Die bevorstehende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) machte sie zusätzlich nervös. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 12.214,54 Punkte, und der EuroStoxx50 legte 0,4 Prozent auf 3435,37 Zähler zu.

Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea bereiteten den Börsianern Sorgen. "Es gibt die Befürchtung, dass Nordkorea am 9. September, dem nordkoreanischen Unabhängigkeitstag, eine weitere Atomrakete testet", sagte Analyst Edward Meir vom Finanzdienstleister INTL FCStone. Das Land hatte nach dem bisher größten Nukleartest vom Wochenende den USA mit "weiteren Geschenkpaketen" gedroht.

Auch Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensverwalters Raymond James, erklärte, die Nordkorea-Krise sorge für Unruhe. "Außerdem hält ein weiterer Hurrikan auf Florida zu." Während die US-Golfküste noch mit den Folgen von "Harvey" kämpft, formiert sich in der Karibik der Wirbelsturm "Irma" mit Windgeschwindigkeiten von etwa 300 Stundenkilometern.

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