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03.04.2017

22:36 Uhr

Börse New York

Wall Street in Wartehaltung

Die US-Börsen sind im Minus in die neue Woche gestartet. Die Anleger hielten sich vor Beginn der Bilanzsaison zurück. Außerdem würden europäische Aktien derzeit von vielen Anlegern den US-Titeln vorgezogen.

Der Dow Jones gilt als einer der wichtigsten Indizes der Welt. AP

Wall Street

Der Dow Jones gilt als einer der wichtigsten Indizes der Welt.

New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenauftakt leicht nachgegeben. Die Anleger hielten sich vor Beginn der Bilanzsaison zurück. Der Markt wolle prüfen, ob die Gewinne der Firmen die hohen Kurse rechtfertigten, sagten Händler. Zuletzt hingen die führenden Börsenbarometer unter ihren Höchstständen fest, da US-Präsident Donald Trump Einzelheiten zu seinen Plänen zur Ankurbelung der Konjunktur noch schuldig blieb. Auch der US-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag und Freitag warf seine Schatten voraus und hielt die Investoren in der Deckung. Trump hatte zuletzt von einem schwierigen Treffen wegen Differenzen in Handelsfragen gesprochen.

Außerdem würden europäische Aktien derzeit von vielen Anlegern den US-Titeln vorgezogen, sagten Börsianer. Weltweite Fonds verkauften US-Aktien, um das freigewordene Kapital in relativ günstig bewertete europäische Titel zu stecken, sagte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl. Denn die politische Lage helle sich in Europa etwas auf und das Gewinnwachstum stimme.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 20.650 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2358 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 5894 Punkte.

Bei den Einzelwerten ragten Tesla mit einem Aufschlag von über sieben Prozent heraus. Der Elektroauto-Pionier nimmt mit Quartalsrekorden bei Produktion und Auslieferung seiner Luxus-Fahrzeuge Kurs auf den für 2017 geplanten Einstieg in den Massenmarkt.

Lange Gesichter dagegen bei Ford: Die Aktien verloren 1,7 Prozent. Der US-Absatz des Autobauers war im März um sieben Prozent gefallen. Beim Rivalen General Motors ging es sogar mehr als drei Prozent bergab, obwohl der US-Absatz um zwei Prozent zulegte. Fiat-Chrysler-Papiere brachen knapp fünf Prozent nach einem deutlichen Absatzrückgang ein.

Die deutschen Aktienanleger bekamen Angst vor der eigenen Courage. Zwar pirschte sich der Dax bis auf 15 Punkte an sein Rekordhoch aus dem April 2015 heran, kam aber nicht darüber hinaus. Zum Handelsschluss lag der Dax mit 12.257 Punkten 0,5 Prozent im Minus. Der EuroStoxx50 verlor mehr als ein halbes Prozent. "Da fehlten die Anschlusskäufe, und die Anleger haben Kasse gemacht", sagte ein Händler. "Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, vielleicht wird es morgen ja was."

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 920 Millionen Aktien den Besitzer. 1284 Werte legten zu, 1656 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 809 im Plus, 2071 im Minus und 178 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 99-5/32. Die Rendite fiel auf 2,3461 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 24/32 auf 100-13/32 und rentierte mit 2,9793 Prozent. Händler sprachen von einer guten Nachfrage nach den Papieren zum Auftakt des zweiten Quartals.

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rtr

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