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18.09.2017

18:34 Uhr

Dax aktuell

Börsianer freuen sich auf US-Zinsentscheid

Im Windschatten der Wall Street ziehen Dax und EuroStoxx an, der MSCI-Weltindex markiert sogar einen neuen Rekord. Die gute Stimmung an den Börsen drückt den Goldpreis. Gewinner im Dax

Börse am Abend

Anleger erwarten Fed-Entscheidung mit Spannung

Börse am Abend: Anleger erwarten Fed-Entscheidung mit Spannung

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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat am Montag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der Leitindex Dax stieg nach zwei Verlusttagen in Folge um 0,3 Prozent auf 12.559 Punkte. Als Antrieb erwies sich die anhaltende Rekordjagd an der oft tonangebenden Wall Street. Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, kletterte um 0,5 Prozent auf 25.401 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,8 Prozent auf 2.386 Zähler aufwärts. Ähnlich hoch stand der Technologiewerte-Index zuletzt Anfang 2001.

Aktuell warten die Anleger vor allem auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank an diesem Mittwoch. Beobachter rechnen bis dahin nicht mit allzu großen Sprüngen im Dax. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Währungshüter auf Kurs zu einer weiteren Leitzinserhöhung in diesem Jahr bleiben.

Welche politische Risiken Anlegern 2017 noch drohen

Mueller-Ermittlungen

Die andauernden Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller stellen eine latente Bedrohung für die Aktienmärkte dar. Seit dem 17. Mai geht der frühere FBI-Direktor möglichen Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu russischen Regierungskreisen nach. Über den momentanen Stand der Ermittlungen lässt sich nur mutmaßen – Mueller gibt keine öffentlichen Stellungnahmen ab.

Quelle: Die japanische Bank Nomura hat die politischen Risiken für die Märkte in den kommenden Monaten erfasst.

Bundestagswahl

Auch wenn ein Kanzlerwechsel hierzulande derzeit unwahrscheinlich erscheint: Die Bundestagswahl am 24. September wird an den Börsen genau beobachtet werden. Denn eine Veränderung der bestehenden Regierungskoalition sowie das Erstarken populistischer Kräfte könnte auf Anlegerseite ebenso zu Unsicherheiten führen.

EZB-Sitzungen

Tagt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), spitzen alle Börsianer ihre Ohren. Was EZB-Chef Mario Draghi bei der obligatorischen Pressekonferenz verkündet, hat mitunter gravierende Auswirkungen auf den Kursverlauf. Derzeit steigt der Druck auf die Notenbanker ihre ultralockere Geldpolitik – ob der guten Wirtschaftslage – zu beenden. Konkrete Ankündigungen werden im Herbst erwartet, nachdem Draghi Anleger auf der Sitzung Anfang September erneut vertröstet hatte.

BoE Inflation Report

Im Zuge der Brexit-Verhandlungen kommt den Berichten der Bank of England (BoE) besondere Bedeutung zu. Der nächste vierteljährliche Inflationsreport der britischen Zentralbank erscheint am 2. November. Laut dem Finanzinstitut würden die Auswirkungen des Brexit für britische Bürger schon jetzt durch steigende Lebensmittelpreise spürbar. Zuletzt hatte die Bank die Aussicht auf Wirtschafts- und Einkommenswachstum zurückgeschraubt und die Inflationsprognose auf 2,7 Prozent erhöht.

OPEC-Sitzung

Am 30. November findet die nächste Tagung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) statt – ein Schicksalstag für alle Anleger. Zuletzt hatte die OPEC eine gemeinsame Produktionskürzung beschlossen, um den Ölpreis zu stabilisieren und eine Übersättigung zu verhindern. Die Vereinbarung – mit einer Laufzeit bis Ende März 2018 – wurde jedoch nicht von allen Ländern eingehalten.

Fed-Spitze

Die erste Amtszeit der derzeitigen Fed-Chefin Janet Yellen endet im Februar 2018. Ob US-Präsident Donald Trump ihr eine zweite zugesteht, ist ungewiss. Lange Zeit galt Trump als harscher Kritiker von Yellens Niedrigzinspolitik. Neben Yellen wird der Ex-Vizechef von Goldman Sachs, Gary Cohn, als aussichtsreicher Kandidat für den Fed-Chefposten gehandelt.

Zur positiven Stimmung trug auch das Lob von Standard & Poor's (S&P) für Portugal bei. Die Ratingagentur hob die Bonitätsnote auf „BBB-“ an. Damit erhalten die Anleihen des einstigen Euro-Krisenlandes nach mehr als fünf Jahren das Gütesiegel „Investment Grade“ zurück.

Die gestiegene Nachfrage nach portugiesischen Bonds drückte die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 2,434 Prozent. Gleichzeitig stieg der Leitindex der Lissaboner Aktienbörse um 1,6 Prozent. „Am Rentenmarkt wurde die Heraufstufung Portugals nahezu euphorisch aufgenommen – auch weil die Mehrheit der Investoren wegen des zuvor nur stabilen Ausblicks noch nicht mit diesem Schritt gerechnet hatte“, sagte Analyst Daniel Lenz von der DZ Bank.

Unterdessen warfen die bevorstehenden Beratungen der US-Notenbank ihre Schatten voraus. Unter Börsianern gilt als sicher, das Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Wertpapierbestände geben wird. Unklar sei allerdings, ob die geringe Inflation die Pläne der Federal Reserve für eine weitere Zinserhöhung noch in diesem Jahr durchkreuze, sagte Rabobank-Anlagestratege Philip Marey. Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung bei etwa 55 Prozent.

Auch die Geldpolitik der Bank von England (BoE) bot Anlass zu Spekulationen, nachdem die britische Notenbank Bereitschaft zur Anhebung der Zinsen „in den kommenden Monaten“ signalisiert hatte. BoE-Chef Mark Carney wiederholte diese Formulierung am Montag, betonte aber, dass eine Anhebung „stufenweise und begrenzt„ ausfallen werde. Das Pfund Sterling, das am Morgen noch auf ein 15-Monats-Hoch von 1,3618 Dollar gestiegen war, verbilligte sich daraufhin auf 1,3520 Dollar. Weil dies britische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht, zog der Londoner Auswahlindex FTSE im Gegenzug um 0,5 Prozent an.

Kommentare (1)

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Herr Jacqueline DASSAULT

18.09.2017, 12:59 Uhr

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