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14.09.2018

18:09 Uhr

Dax aktuell

Dax steigt über wichtige Marke - Analysten warnen vor zu viel Euphorie

VonFelix Holtermann, Jürgen Röder

Bewegung im Handelsstreit und vorsichtige Zinswende bei der EZB: Die Anleger beenden optimistisch diese Handelswoche.

Dax aktuell

Dax auf Erholungskurs – „Anleger haben Zuversicht im Handelsstreit“

Dax aktuell: Dax auf Erholungskurs – „Anleger haben Zuversicht im Handelsstreit“

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Frankfurt/DüsseldorfZum Abschluss der Börsenwoche notiert der Dax im Plus: Zum Handelsschluss legte der deutsche Leitindex 0,6 Prozent zu und notierte bei 12.124 Punkten. Auch die anderen deutschen Indizes liegen im Plus. Damit konnte der deutsche Leitindex die am Montag begonnene positive Entwicklung fortsetzen. In der Vorwoche hatte der Dax noch die längste Minusserie seit mehr als einem Jahr hingelegt.

Im Fokus der Anleger stand auch am Freitag der Handelsstreit zwischen den USA und China und seine mögliche Beilegung. Doch eine Einigung ist offenbar noch lange nicht in Sicht - was auch die Kursgewinne begrenzt hat. Denn China wird sich laut der Staatszeitung „China Daily“ zufolge den USA nicht unterwerfen. Sie werde sich aber nicht verbiegen. „Die Trump-Regierung sollte nicht den Fehler machen, zu glauben, dass China vor den US-Forderungen kapitulieren wird. China hat genug Energie, um seine Wirtschaft auch während eines ausgedehnten Handelskrieges voranzutreiben.“

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag getwittert, die USA stünden unter keinem Druck, einen Handels-Deal mit China zu machen. "Sie stehen unter Druck, einen Deal mit uns zu machen", schrieb er. "Unsere Märkte legen zu, ihre kollabieren."

Deswegen warnen Analysten vor zu viel Euphorie. Zeit und Ort des neuen Treffens blieben unklar. „Die Anleger sollten nicht zu sicher sein, dass der Konflikt kurzfristig gelöst werden kann. Denn Verhandlungsrunden gab es schon viele“, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Nach dem Ergebnis der EZB-Zinssitzung am vergangenen Donnerstag setzte der Euro gegenüber dem Dollar zunächst seinen Aufwärtstrend fort. Doch am Abend gab die Gemeinschaftswährung ihre Gewinne wieder ab und notiert 0,2 Prozent im Minus bei 1,1664 Dollar.

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Was die Charttechnik sagt

Derzeit kämpft der Index mit einer wichtigen Marke um den Bereich von 12.100 Zählern. Dort lag aus Sicht der technischen Analysten eine wichtige Marke, die am Mittwoch vergangener Woche nach unten durchbrochen wurde. Wie wichtig diese Marke ist, zeigte sich an den anschließenden Kursverlusten: Die Frankfurter Benchmark fiel innerhalb von zwei Handelstagen 200 Punkte tiefer.

Sollte der Dax wieder nachhaltig über 12.100 Zählern steigen, dürften die Bären langsam in Bedrängnis geraten, meint der freie Charttechniker Holger Struck. Auch eine relative Stärke des deutschen Leitindexes gegenüber den US-Börsen dürfte ihn nicht verwundern. Doch noch liegt der Index unter dieser Marke.

Vorsichtiger sind die technischen Analysten der Helaba. Ihrer Ansicht nach besteht kurzfristig die Chance auf eine weitergehende Erholung. „Allerdings dürfen die Erwartungen an diese nicht zu hoch gesteckt werden“, schreiben sie in ihrem Wochenausblick. Der Bereich von 12.254 bis 12.320 Zählern sollte zunächst als Ziel für den deutschen Leitindex angesehen werden.

Einzelwerte im Fokus

Infineon: Auf Unternehmensseite erholten sich die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon weiter. Sie lagen zum Handelsschluss 2,1 Prozent vorne. Die Kursverluste zur Wochenmitte sind damit fast wieder ausgeglichen.

Bayer: Günstigere Einstiegskurse machten sich die Anleger auch bei Bayer zunutze, die Papiere legten um 2,4 Prozent zu und waren damit Dax-Spitzenreiter. Die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns haben seit dem Hoch im Juni mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt und waren in dieser Woche erstmals seit Anfang 2013 unter die Marke von 70 Euro gefallen. Belastet wurde der Kurs durch das für den Konzern ungünstige Urteil im Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat und den durchwachsenen Jahresausblick.

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Wirecard: Profiteur eines günstigen Analystenkommentars waren dagegen die Aktien des baldigen Dax-Aufsteigers Wirecard, die 4,5 Prozent zulegten. Die Experten der US-Bank Goldman Sachs hoben ihr Kursziel wegen der nach wie vor günstigen Wachstumsaussichten für den Zahlungsabwickler um 50 Euro auf 250 Euro an. Aktuell kostet das Papier 188,90 Euro.

Siltronic: Siltronic-Anteile, die zuletzt unter der schlechten Branchenstimmung für Wafer-Hersteller gelitten hatten, erzielten ein Kursplus von 4,1 Prozent.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,0 Prozent höher bei 23.042 Punkten und damit so hoch wie seit sieben Monaten nicht mehr.

Der Experte hatte die Aktie Mitte Februar zum Kauf empfohlen – seitdem hat das inzwischen auch MDax notierte Papier rund ein Viertel an Wert gewonnen. Mit einem Börsenwert von 4,5 Milliarden Euro sei der Startup-Brutkasten jetzt angemessen bewertet. Es gebe aktuell keine weiteren Treiber für die Aktie, zumal er sein Kursziel nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der an der Börse notierten Rocket-Internet-Beteiligungen wie Delivery Hero oder Hello Fresh um rund 10 Prozent senkte.

Von den sieben Studien im Handelsblatt-Analystencheck zu Rocket Internet empfehlen sechs das Papier zum Kauf. Neben null Verkaufsempfehlungen gibt einmal die Einstufung „neutral“. Das gewichtete Kursziel, bei dem neuere Studien höher gewichtet werden, liegt mit 34,37 Euro über dem aktuellen Kurs von 27,36 Euro.

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