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13.08.2019

22:50

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500

Bewegung im Zollstreit gibt US-Börsen Auftrieb – Tech-Aktien gefragt

Die USA verschieben einige Sonderzölle auf chinesische Waren. An den US-Aktienmärkten sorgt die Nachricht für kräftige Kursgewinne.

Händler an der Wall Street, AP

US-Börsen

Händler an der Wall Street,

New York Zugeständnisse der USA im Zollstreit mit China lösen eine Erleichterungsrally an der Wall Street aus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 1,4 Prozent höher bei 26.280 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte knapp 1,5 Prozent auf 2926 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,95 Prozent auf 8016 Punkte. Der Dax schloss nach anfänglichen Verlusten 0,6 Prozent im Plus bei 11.750,13 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann ein Prozent auf 3361,15 Zähler.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will eine Einführung weiterer Strafzölle auf bestimmte chinesische Waren wie Mobiltelefone oder Bekleidung verschieben. Eine rasche Beilegung des Handelskonflikt sei zwar weiterhin nicht zu erwarten, sagte Tom Plumb, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Plumb Funds. „Aber es könnte der Auftakt zu kleinen Konzessionen auf beiden Seiten sein.“ Positiv sei außerdem, dass beide Seiten ihre Verhandlungen fortsetzen wollten, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. „Es bestand das Risiko, dass China als Reaktion auf die jüngste Eskalation des Zollstreits nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren würde.“

Einzelwerte im Fokus

Mit der Verschiebung wird das Weihnachtsgeschäft in den USA wohl noch kaum von den Zöllen betroffen sein. Dies führte bei den Anlegern des iPhone-Konzerns Apple zu großer Erleichterung, die Aktie schoss an der Dow-Spitze um 4,2 Prozent nach oben. Sie galt zuletzt als besonders schwer von der herrschenden Unsicherheit belastet. Vor einigen Tagen hatte der Apple-Aktienkurs den tiefsten Stand seit Mitte Juni erreicht.

Titel der Elektronik-Handelskette Best Buy überboten den Schwung sogar noch mit einem Kursanstieg um 6,4 Prozent. Außerdem sorgten die Nachrichten bei den Spielzeugherstellern Mattel und Hasbro dafür, dass deren Papiere wegen der Erleichterung mit Blick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft um 4,6 beziehungsweise 2,8 Prozent anzogen.

Am breiteren Markt setzten die 3,3 Prozent festeren Aktien von General Electric zu einem erneuten Erholungsversuch an. Wie es hieß, gab ein umfangreicher Aktienkauf durch den Konzernchef Lawrence Culp den Anstoß dazu.

Zahlen gab es am Dienstag nur von einigen Nebenwerten zu verarbeiten. Die Aktien von JD.com schossen um fast 13 Prozent hoch. Der in New York gelistete chinesische E-Commerce-Konzern hatte im abgelaufenen Quartal überraschend einen Überschuss erwirtschaftet und auch den Umsatz stärker als erwartet gesteigert. Wettbewerber Alibaba berichtet am Donnerstag, hier kletterten die ebenfalls in New York gelisteten Aktien um fast 3 Prozent.

Die Bewegung im Zollstreit drängte die ernüchternden Daten zur US-Teuerung in den Hintergrund. „Die Inflationsrate war etwas höher als erwartet“, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. „Das verringert die Wahrscheinlichkeit aggressiver Zinssenkungen durch die Notenbank Fed.“ Auch der jüngste Börsencrash in Argentinien und die Proteste in Hongkong, die zuvor für Nervosität unter Anlegern gesorgt hatten, spielten nur noch eine untergeordnete Rolle.

Mehr: Unter institutionellen Anleger ist die Angst vor einer Rezession so groß wie zuletzt vor fast acht Jahren. Das zeigt sich auch in den Portfolios.

Von

rtr

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