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03.12.2019

22:54

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500

Trumps neue Zoll-Tiraden setzen Wall Street zu

Die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China schwinden nach einer Aussage Trumps. Anleger reagierten mit Aktienverkäufen.

Ein Händler auf dem Börsenparkett. AFP

Wall Street

Ein Händler auf dem Börsenparkett.

New York Die schwindende Aussicht auf ein rasches Handelsabkommen mit China verschreckt US-Anleger. Der Dow Jones-Index verlor am Dienstag in New York ein Prozent auf 27.503 Punkte. Der breiter gefasst S&P 500 gab 0,7 Prozent ab auf 3093 Zähler. Die Technologierbörse Nasdaq notierte 0,6 Prozent leichter bei 8521 Stellen. Am Montag hatte die Wall Street bereits wegen der Ankündigung von Strafzöllen auf Aluminium und Stahl aus Argentinien und Brasilien Federn gelassen.

Auslöser der aktuellen Verkäufe war die Aussage von US-Präsident Donald Trump, er könne sich vorstellen, dass ein Handelsabkommen mit China auch erst nach der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 geschlossen werde. „Das plötzliche neue Säbelrasseln hat die Märkte auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Die Hoffnung, dass beide Seiten ein sogenanntes „Phase eins“-Handelsabkommen ausarbeiten werden, hatte die US-Märkte im vergangenen Monat zu Höchstständen geführt. Die jüngsten Nachrichten dämpften die Erwartungen und schürten neue Sorgen über eine globale Abschwächung und einen Rückgang der Unternehmensgewinne.

Anleger fragten sich nun, ob es überhaupt zu einer Einigung kommen werde, sagte Randy Frederick vom Broker Charles Schwab. Außerdem sei für den 15. Dezember eine Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren geplant. „Diese fallen auf Konsumgüter an, die bislang nicht betroffen waren.“

Für zusätzliche Unruhe sorgte Trump mit neuen Tiraden gegen Europa, die die Furcht vor dem Aufflammen eines Handelskonflikts mit der EU schürten. Stein des Anstoßes ist eine von Frankreich beschlossene Digitalsteuer, die US-Konzerne wie Facebook, Apple und Amazon träfe.

Einzelwerte im Fokus

Deren Papiere notierten in New York bis zu 1,8 Prozent schwächer. Google-Aktien legten dagegen fast 0,5 Prozent zu. Zu den Verlierern an der Wall Street zählten Chipfirmen wie NVidia, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt. Die Aktie gab knapp 0,8 Prozent nach.

Mit einem Minus von 1,5 Prozent zählten auch die Aktien von General Electric (GE) zu den Verlierern nach einem Investorentag, den das Urgestein der US-Industrie zu seiner Gesundheitssparte abhielt. Analyst Stephen Tusa von JPMorgan zeigte sich enttäuscht von den Prognosen von GE für diesen Geschäftsbereich, diese lägen unter den niedrigsten Markterwartungen.

Am US-Rentenmarkt stiegen richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 30/32 Punkte kräftig auf 100 10/32 Punkte und rentierten mit 1,72 Prozent. Der Euro bewegte sich im US-Handel kaum noch. Zum Börsenschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1081 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1071 (Montag: 1,1023) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9032 (0,9071) Euro gekostet.

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rtr

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