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17.09.2019

22:41

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500

US-Anleger halten sich vor Fed-Zinsentscheid zurück – Wall Street schließt im Plus

Die US-Börsen haben sich nach einem schwachen Wochenstart am Dienstag etwas stabilisiert. Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Ölkonzernen erneut im Fokus.

Börsenhändler an der New Yorker Börse. AP

Wall Street

Börsenhändler an der New Yorker Börse.

New York In Erwartung des Zinsentscheids der US-Notenbank (Fed) haben Anleger am Dienstag größere Engagements an der Wall Street gescheut. Händler rechneten mehrheitlich damit, dass die Fed den Schlüsselzins am Mittwoch um einen Viertelprozentpunkt reduzieren wird. „Wie bereits bei der letzten Zinssenkung vor zwei Monaten wäre dies eine Vorsichtsmaßnahme, die wir aber nicht als Einstieg in einen neuen Zinssenkungszyklus ansehen“, sagte Franck Dixmier, Anleihechef des Vermögensverwalters Allianz Global Investors. Da nach den Anschlägen auf saudi-arabische Ölförderanlagen an den Börsen keine Panik ausgebrochen sei, bestehe für die Fed kein Grund, die Geldpolitik stärker zu lockern, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 27.110 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 8186 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3005 Punkte zu.

Einzelwerte im Fokus

Zu den größten Verlierern an der Wall Street gehörte Corning mit einem Kursminus von rund sechs Prozent. Der Displayglas-Anbieter hatte seine Absatzziele gekappt. In Europa kamen Dax und EuroStoxx50 kaum vom Fleck und schlossen bei 12.372 beziehungsweise 3521 Punkten. Am Rohöl-Markt machten Anleger Kasse.

Nach dem Angriff auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien soll die Ölproduktion des Landes bereits bis Ende September wieder komplett hergestellt werden. Der saudi-arabische Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman sagte, dass das Land seine Rolle als sicherer Versorger der globalen Ölmärkte behalten werde. Ende September wolle Saudi-Arabien eine Kapazität von elf Millionen Barrel Öl pro Tag erreichen und bis Ende November zwölf Millionen. Auch die Methan- und Erdgasproduktion werde zum Monatsende wieder auf dem normalen Niveau liegen. Zuvor hatten Insider davon gesprochen, dass es Monate dauern könnte, bis die Förderung wiederhergestellt werde.

Im Sog des fallenden Ölpreises gingen auch die Titel der Ölkonzerne auf Talfahrt. Exxon verbilligten sich um 0,8 Prozent. Ölindustrie-Dienstleister wie Halliburton und Schlumberger büßten bis zu 6,5 Prozent ein.

Von

rtr

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