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18.09.2019

22:45

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500

US-Börsen schließen nach Fed-Zinsentscheid uneinheitlich – Fedex-Aktien brechen ein

An der Wall Street wurde die Leitzinssenkung der Fed unspektakulär aufgenommen. Bei den Einzelwerten zählte Fedex zu den größten Verlierern.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate handelt die US-Notenbank. Die Fed will eine Rezession vermeiden. AP

Händler an der Börse New York

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate handelt die US-Notenbank. Die Fed will eine Rezession vermeiden.

New York Die US-Börsen haben am Mittwoch nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher auf 27.147 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 0,1 Prozent auf 8177 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 notierte zuletzt kaum verändert bei 3006 Punkten.

Angesichts wachsender Konjunktursorgen senkte die US-Notenbank den Leitzins zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Sie kappte ihn um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Die Entscheidung war jedoch umstritten: Drei Währungshüter stimmten gegen die Senkung. Zuletzt hatte die Fed Ende Juli den Leitzins gesenkt - erstmals seit der Finanzkrise 2008/09. Sieben von 17 Währungshütern signalisierten nun zugleich, dass sie dieses Jahr noch ein Mal nachlegen wollen.

US-Präsident Donald Trump reagierte am Mittwoch prompt auf den Zinsentscheid. Auf Twitter schrieb er, Powell und die Fed hätten erneut versagt: „Kein Mut, kein Sinn, keine Vision. Ein schrecklicher Kommunikator.“

Trump, der Ende 2020 seine Wiederwahl anstrebt, verlangt den geldpolitischen Schlüsselsatz auf „null oder weniger“ zu senken. „Ironischerweise wird die vom US-Präsidenten viel geschmähte Fed mit ihren Bemühungen zur Belebung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr nun zu seinem wichtigsten Wahlkampfhelfer“, meint Ökonom Friedrich Heinemann vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung(ZEW).

Neue Spannungen im Verhältnis der USA mit Iran und der schwelende Handelskrieg mit China lasten dabei ebenso auf der Stimmung wie Rezessionssignale vom Kapitalmarkt. Zuletzt musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern.

Investoren beobachten die Lage in der Golf-Region weiter mit Sorge. Zwar ging der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 63,52 Dollar je Barrel (159 Liter) zurück, weil Saudi-Arabien seine Produktion wohl schneller wieder hochfahren kann als zunächst erwartet. Ein US-Schlag gegen den Iran könne aber nicht ausgeschlossen werden, warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Dieser wird jedoch zumindest in einem ersten Schritt aus Wirtschaftssanktionen bestehen und nicht aus Militärschlägen.“

Einzelwerte im Fokus

Fedex: FedEx-Aktien brachen um rund 13 Prozent ein. Die schwächelnde Weltwirtschaft und zunehmende Konkurrenz durch Amazon machen dem Deutsche-Post-Rivalen zu schaffen. Nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal versetzte der US-Paket-Riese auch den Erwartungen für das Gesamtjahr einen Dämpfer. Die Anteilsscheine des Konkurrenten United Parcel Service sanken 1,1 Prozent

Adobe: Aktien von Adobe verloren 1,7 Prozent. Der US-Software-Konzern enttäuschte mit seinen Umsatzerwartungen für das vierte Quartal und nannte den harten Wettbewerb im Cloud-Markt als Grund. Mehrere Analysten senkten daraufhin ihre Kursziele.

Banken: In Erwartung einer Lockerung der Geldpolitik trennten sich Anleger zudem von Bankaktien. Die Papiere der Bank of America verloren rund ein Prozent, die von JP Morgan zeitweise 0,2 Prozent.

Von

rtr

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