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18.11.2019

22:40

Dow Jones, Nasdaq, S&P 500

Zweifel an Handelsdeal lasten auf US-Börsen

Die Kauflaune der New Yorker Händler ist zu Wochenbeginn gedämpft. Auch die geplatzte Übernahme von HP durch Xerox lastet auf der Stimmung.

Börsenhändler an der New Yorker Börse. AP

Wall Street

Börsenhändler an der New Yorker Börse.

New York Das Hoffen und Bangen im Handelsstreit bestimmt weiter die Richtung an der Wall Street. Zu Wochenbeginn lastete zunächst ein CNBC-Bericht auf den US-Aktienmärkten. Dem Sender zufolge beurteilt Chinas Regierung die Chancen auf eine Einigung mit den USA pessimistisch. Grund sei, dass US-Präsident Donald Trump damit zögere, bereits geltende Zölle zurückzunehmen.

Später sorgte dann eine andere Nachricht für etwas Erleichterung. So verlängerte die US-Regierung eine Ausnahmeerlaubnis für heimische Firmen, Geschäfte mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei zu machen. Das wurde an den US-Börsen als gewisses Signal der Entspannung in dem bereits seit 16 Monaten andauernden Handelskonflikt gewertet.

Hoffnungen auf eine Lösung haben die Wall Street zuletzt auf Rekordstände getrieben. „Der Markt hängt auf Gedeih und Verderb von der Tonlage ab, die in der Handelsfrage vorherrscht“, sagte Marktstratege Art Hogan vom Wertpapierhändler National Securities.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Montag 0,1 Prozent höher auf 28.036,22 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf 8.549,94 Zähler vor, und der breit gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,1 Prozent auf 3.122,03 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent tiefer auf 13.207 Punkten.

Einzelwerte im Fokus

Unter den Einzelwerten gaben HP-Aktien 0,8 Prozent nach. Das Management hatte das milliardenschwere Übernahmeangebot des Druckerherstellers Xerox zurückgewiesen und erwägt nach eigener Auskunft eine Gegenofferte. Xerox-Titel notierten 0,9 Prozent fester.

Der Börsenwert des Musik-Streamingdienstes Spotify ist deutlich abgesackt, nachdem Rivale Amazon ein werbefinanziertes Gratisangebot bekanntgegeben hat. Spotify-Aktien schlossen an der Wall Street 4,9 Prozent im Minus. Das Unternehmen hat bereits ein kostenloses Angebot im Portfolio. Dieses zählt rund 140 Millionen Nutzer. Amazon-Papiere gewannen hingegen 0,7 Prozent.

Die Aktien von UnitedHealth gehörten mit einem Kursplus von 1,3 Prozent zu den attraktivsten Dow-Werten. Im frühen Handel waren sie um mehr als 3 Prozent auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr gestiegen. Damit knüpften die Titel des Krankenversicherers an ihre 5,3-Prozent-Rally vom Freitag an, als sie von einem Erlass von US-Präsident Donald Trump für mehr Preistransparenz im Pharmasektor profitiert hatten.

Die Aktien von T-Mobile US zeigten sich mit plus 0,2 Prozent kaum beeindruckt von der Nachricht, dass der schillernde Chef des Mobilfunkunternehmens, John Legere, geht. Der Manager werde seinen Vertrag bis Ende April 2020 erfüllen und das Amt dann an den derzeit fürs Tagesgeschäft verantwortlichen Geschäftsführer Mike Sievert übergeben, teilten T-Mobile US und ihre Muttergesellschaft Deutsche Telekom am Montag mit. Über Legeres Zukunft wurde schon länger spekuliert.

Der Kurs von Coty zog 2,6 Prozent an. Der zuletzt umsatzschwache Kosmetikkonzern der deutschen Milliardärsfamilie Reimann setzt auf jüngere Kundinnen und kauft dazu für 600 Millionen Dollar die Mehrheit am Beauty-Imperium der Influencerin Kylie Jenner.

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