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10.08.2018

22:44 Uhr

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq

Türkei-Krise setzt Wall Street zu – Bank-Aktien im Fokus

Die Wall Street ging mit Verlusten ins Wochenende. Vor allem Bankaktien brachen nach der Implosion der türkischen Währung ein.

Lira im Sinkflug

Antwort auf US-Sanktionen – Stürzt Erdogan die Türkei in die Wirtschaftskrise?

Lira im Sinkflug: Antwort auf US-Sanktionen – Stürzt Erdogan die Türkei in die Wirtschaftskrise?

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New YorkDas Börsenbeben in der Türkei hat am Freitag auch die Wall Street erreicht. Der Dow Jones-Index verlor 0,7Prozent auf 25313,14. Der Nasdaq gab 0,67 Prozent auf 7839,11 ab und der S&P 500 ging mit 2833,28 um 0,71 Prozent schwächer ins Wochenende.

Eine schwächelnde Wirtschaft und einer galoppierende Inflation haben in der Türkei eine Währungskrise ausgelöst. Außerdem kündigte US-Präsident Donald Trump wegen des Streits um die Freilassung des in der Türkei festgesetzten US-Geistlichen Andrew Brunson eine Verdoppelung der Strafzölle auf türkische Aluminium- und Stahlimporte an.

Die türkische Währung hat seit Jahresbeginn um fast die Hälfte abgewertet und fällt von einem Rekordtief auf das nächste. Am Freitag stieg der Kurs des Dollar zeitweise um fast 23 Prozent auf ein Rekordhoch von 6,801 Lira. Das ist der größte Kurssprung seit mehr als 17 Jahren. Gleiches galt für den Euro, der gut 18 Prozent gewann und mit 7,5792 Lira ebenfalls so viel kostete wie noch nie.

TRYUSD

Kursverlauf Türkische Lira zu US-Dollar am 10. August 2018

„Die Ursachen der Krise sind bekannt“, sagte Stefan Bielmeier, Chef-Volkswirt der DZ Bank. „Eine Zentralbank, die trotz einer ausufernden Inflationsrate nicht aktiv wird und deren Unabhängigkeit mehr als fraglich ist, sowie ein türkischer Präsident, der zweifelhafte ökonomische Thesen vertritt, vor ausländischen Verschwörern warnt und außenpolitisch auf Konfrontationskurs mit den USA geht.“

In New York kamen vor allem Bankwerte unter die Räder. Die Papiere der Citigroup gaben 2,4 Prozent nach. Die Titel von JP Morgan, Wells Fargo und Bank of America lagen zwischen 0,6 und 1,3 Prozent tiefer. Auch die Aktien von Unternehmen mit starkem internationalen Geschäft gerieten unter Druck. Anteilsscheine von Boeing, 3M und Caterpillar gaben deutlich nach. Zu den Verlierern gehörte auch Booking Holdings mit einem Kursminus von 2,3 Prozent. Der Betreiber von Buchungsportalen wie Booking.com und Kayak steigerte zwar Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal überraschend stark auf 3,54 Milliarden Dollar und 20,13 Dollar je Aktie. Der für das laufende Vierteljahr in Aussicht gestellte Überschuss von 36,70 bis 37,70 Dollar je Aktie blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Citibank und JP Morgan stufen die Aktienbewertung auf „Neutral“ herab.

Von

rtr

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