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16.04.2018

15:33 Uhr

Moskauer Börse

Neue Sanktionsrunde setzt russischen Rubel und Aktienkurse unter Druck

VonAndré Ballin

Noch ist das Ausmaß der neuen Strafmaßnahmen nicht bekannt. Doch die Kurse in Moskau fallen weiter. Erneut im Blickpunkt: die Rusal-Aktie.

Der Kreml in Moskau: Neue Sanktionen belasten Aktienkurse und den Umtauschkurs des Rubels.  Moskau dpa

Moskau

Der Kreml in Moskau: Neue Sanktionen belasten Aktienkurse und den Umtauschkurs des Rubels.
Moskau

MoskauDer Wochenstart ist an der Moskauer Börse erneut missglückt: Die Ankündigung neuer Sanktionsdrohungen aus Washington drückt einmal mehr auf Rubel und Aktienkurse.

Demnach sollen die Sanktionen wegen der russischen Unterstützung für Baschar al-Assad erlassen werden, dem der Einsatz von Giftgas gegen Rebellen und Zivilbevölkerung in Duma vorgeworfen wird, worauf die USA am Wochenende bereits mit einem Raketenschlag reagierten. Russland hatte im UN-Sicherheitsrat eine Verurteilung Assads mit dem Argument verhindert, dass der Chemiewaffeneinsatz nicht bewiesen sei.

Das Börsenklima in Moskau ist durch den Streit allerdings bereits vergiftet. Noch ist das Ausmaß der neuen Strafmaßnahmen gar nicht bekannt, doch schon der in Russland geborene Schachgroßmeister Savielly Tartakower wusste vor knapp 100 Jahren: „Die Drohung ist stärker als die Ausführung.“ Und so gingen die Kurse am Montag in Moskau bei Börsenstart erst einmal erneut in den Keller.

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Gleich zur Eröffnung verlor der Rubel im Vergleich zum Freitagsschlusskurs gegenüber dem Euro um knapp ein Prozent und fiel auf einen Wechselkurs von 1:77,21. Immerhin konnte der Rubel bis zum Mittag das Tauschverhältnis wieder auf eine Marke von knapp unter 1:77 drücken.

Die russische Zentralbank erklärte, sie wolle nicht am Devisenmarkt eingreifen. „Die Lage am Währungsmarkt ist ausgewogen“, sagte die stellvertretende Notenbankchefin Xenia Judajewa am Montag bei einer Finanzkonferenz in Moskau. „Wir werden in die Marktlage nicht eingreifen, wenn es einfach nur Schwankungen im Markt oder eine starke Kursveränderung gibt, sondern wir intervenieren nur bei Gefahren für die Finanzstabilität.“ Diese sei durch die zuletzt hohen Schwankungen nicht beeinträchtigt.

Auch gegenüber dem Dollar hat der Rubel leicht verloren. Bei einem Tauschverhältnis von 1:62,2 lag der Verlust gegen Moskauer Mittagszeit bei 0,25 Prozent. Immerhin hält der seit Wochen steigende Ölpreis die russische Landeswährung trotz aller politischen Turbulenzen am Leben.

Der Fall des Rubels rief gleich den US-Präsidenten Donald Trump auf den Plan. Er warf Russland und China Währungsmanipulation vor. „Russland und China spielen das Währungs-Abwertungsspiel, während die Vereinigten Staaten die Zinsen erhöhen“, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Das sei nicht hinnehmbar.

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Kommentare (1)

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Herr Stephan Fehlmann

16.04.2018, 15:52 Uhr

Trump Trump Trump! Was wäre mal ein Tag ohne Trump....aber er stampft ja jeden Tag etwas in Grund und Boden, was ihm nicht in seine Birne passt. Er bezeichnet sich doch sicher schon längst als das Evangelium.

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