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20.09.2017

21:34 Uhr

Referendum In Katalonien

Nervosität bei Anlegern in Spanien nimmt zu

Schlechte Stimmung in Spanien: Angesichts der Separationsbestrebungen von Katalonien gab die Börse in Madrid nach. Zu den Verlierern zählen die Banken Caixabank und Sabadell, die ihre Firmenzentralen in Barcelona haben.

Angesichts der Separatistenbestrebungen in Katalonien gibt die Börse in Madrid nach. dpa

Spanische Anleger nervös

Angesichts der Separatistenbestrebungen in Katalonien gibt die Börse in Madrid nach.

MadridDie Zuspitzung im Streit zwischen der Regierung in Madrid und den Separatisten in Barcelona macht Anleger nervös. Sie warfen am Mittwoch Aktien und Anleihen des Landes aus ihren Depots. Der Leitindex der Madrider Börse verlor 1,1 Prozent auf 10.264 Punkte. Der Dax notierte unverändert, der französische Leitindex CAC 40 lag 0,1 Prozent im Plus. "Die Abspaltungstendenzen von Katalonien schlagen sich langsam auf die Börsenstimmung durch", sagte Händler Predrag Dukic vom Broker CM Capital Markets in Madrid. "Der Ton der Zentralregierung wird härter, das kommt am Kapitalmarkt nicht gut an."

Wenige Tage vor dem geplanten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien am 1. Oktober wurden bei mehreren Razzien Politiker festgenommen. Der Chef der Regionalregierung in Barcelona, Carles Puigdemont, warf dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy vor, die Trennungslinien hin zu einem repressiven Regime überschritten zu haben.

Unter den größten Verlierern an der Börse waren die Aktien der Banken Caixabank und Sabadell, die ihre Firmenzentralen in Barcelona haben. Caixabank verloren 2,2 Prozent, Sabadell 4,4 Prozent.

Die zehnjährigen spanischen Staatsanleihen waren bei Anlegern weniger beliebt als die anderer südeuropäischer Länder. Ihre Rendite stieg daher leicht an, während die der Nachbarstaaten zurückging.

Von

rtr

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