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21.09.2022

08:58

Fintech

Trotz Krise: Raisin startet mit Krypto-Angebot

Von: Dennis Schwarz

Cyberwährungen stehen seit Monaten unter Druck. Dennoch setzt das Berliner Fintech auf ein Kryptoportfolio – das Risiko soll dabei möglichst breit gestreut werden.

Derzeit besteht das Krypto-Portfolio von Raisin aus sieben Coins, dazu gehören unter anderem auch Bitcoin und Ether. Reuters

Kryptowährungen

Derzeit besteht das Krypto-Portfolio von Raisin aus sieben Coins, dazu gehören unter anderem auch Bitcoin und Ether.

Frankfurt Mitten in der Kryptokrise setzt das Berliner Fintech Raisin auf digitale Währungen – und bietet seinen Kunden künftig auch ein Kryptoangebot an. „Es gibt keinen guten oder schlechten Einstiegszeitpunkt: bei langfristigem Horizont ist Anlegen immer sinnvoll“, sagt Kim Felix Fomm, Investitionsvorstand bei Raisin. Denn weder beim Aktienhandel noch bei Krypto ließen sich die Kurse vorhersagen.

Dennoch sind Kryptowährungen in den vergangenen Monaten massiv eingebrochen. Die älteste Cyberdevise Bitcoin ist seit dem Allzeithoch im November des vergangenen Jahres um fast 72 Prozent eingebrochen, die zweitwichtigste digitale Währung Ether im gleichen Zeitraum ebenfalls. Mitarbeiterentlassungen und Insolvenzen bei Kryptoplattformen in den vergangenen Wochen verschärfen die Krise.

Auch Fomm weiß: „Krypto ist nach wie vor eine extrem volatile Anlageklasse. Deshalb wetten wir nicht auf Einzelwerte, sondern wollen das Risiko in unserem Portfolio verteilen.“

Konkret erweitert Raisin die eigene Investmentsparte um ein Portfolio aus den wichtigsten Kryptowährungen, das automatisch quartalsweise angepasst wird. Die Kriterien sind nach eigenen Angaben die Marktkapitalisierung der jeweiligen digitalen Währung im Verhältnis zur Gesamtgröße des Kryptomarkts sowie Liquiditätsmaße wie etwa Tagesumsätze.

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    Derzeit besteht das Portfolio aus sieben Coins, dazu gehören unter anderem Bitcoin, Ether, Cardano und Solana. Insgesamt kann laut Raisin eine einzelne Kryptowährung nicht mit mehr als 30 Prozent im Portfolio gewichtet werden, um eine zu starke Konzentration zu verhindern.

    Raisin erhebt Gebühren

    Raisin empfiehlt den Kunden zudem, nur maximal fünf Prozent des Kapitals, das sie investieren wollen, in Krypto zu stecken. „Schließlich besteht das theoretische Risiko, sein Investment auch vollständig zu verlieren“, sagt Fomm.

    Investiert werden kann ab einer Einmalzahlung von 500 Euro oder einer monatlichen Zahlung von 50 Euro. Raisin erhebt wiederum Gebühren in Höhe von jährlich 1,5 Prozent auf den Portfoliowert.

    (Quelle: Unternehmen)

    Kim Felix Fomm, Investitionsvorstand bei Raisin

    (Quelle: Unternehmen)

    Mit dem Kryptoportfolio erweitert Raisin nun sein Produktangebot. Zunächst war das Fintech, das im vergangenen Jahr mit dem Wettbewerber Deposit Solution fusionierte, mit einer Zinsplattform gestartet. So will Raisin Sparern bessere Zinsen anbieten als die Geldhäuser aus dem jeweiligen Heimatmarkt. Dafür kooperiert das Fintech mit Banken aus dem Ausland.

    Mittlerweile hat es sein Angebot aber etwa auch um einen ETF-Robo-Advisor erweitert, damit Kunden in Aktien investieren können. Nun folgt mit dem Kryptoangebot der nächste Schritt.

    „Wir wollen unseren Kunden alle Möglichkeiten beim Investieren anbieten. Das haben wir nun mit dem Kryptoportfolio erreicht“, sagt Fomm. Mittelfristig sollen die Investmentprodukte auch in weiteren europäischen Märkten ausgerollt werden. Raisin ist nach eigenen Angaben in über 30 Märkten aktiv, zählt über 750.000 Kunden und verwaltet ein Vermögen von insgesamt 28 Milliarden Euro.

    Mehr: Deutschlandchef der Kryptoplattform Coinbase: „Die Krypto-Krise ist noch nicht überwunden“

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