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05.10.2022

11:36

Digitale Währung

Swift entwickelt globales Netzwerk für digitales Zentralbankgeld

Acht Monate lang wurden die Möglichkeiten eines globalen Netzwerks für digitale Währungen getestet. Teilgenommen haben unter anderem die Bundesbank, die Banque de France und die Großbank HSBC.

Fast alle Notenbanken weltweit prüfen die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Moment/Getty Images

Symbole verschiedener Währungen

Fast alle Notenbanken weltweit prüfen die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen.

London Das globale Banken-Kommunikationssystem Swift treibt die weltweite Vernetzung von digitalen Währungen der Zentralbanken voran. Acht Monate lang sei das Zusammenspiel verschiedener Währungen mit unterschiedlichen Technologien getestet worden, um eine Blaupause für ein globales Netzwerks für digitales Zentralbankgeld zu entwickeln, erläuterte der für Innovationen zuständige Swift-Manager Nick Kerigan.

An dem Experiment hätten unter anderem die Bundesbank und die Banque de France sowie die Großbanken HSBC, Standard Chartered und UBS teilgenommen. Dabei wurde beispielsweise untersucht, wie digitales Zentralbankgeld international genutzt und in traditionelle Währungen umgewandelt werden könnte.

Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (Swift) ist für die standardisierte Übermittlung von Nachrichten zu Finanztransfers verantwortlich und hat damit eine wichtige Schlüsselposition im weltweiten Finanzsystem inne. An ihr Kommunikationsnetzwerk sind rund 11.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern angeschlossen.

Rund um den Globus prüfen fast alle Notenbanken die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Sie reagieren damit auch auf die drohende Konkurrenz durch Cyberdevisen internationaler Technologiekonzerne und den Vormarsch von Kryptodevisen wie Bitcoin und Etherum.

Der Inselstaat Bahamas war 2020 weltweit das erste Land, das mit dem „Sand Dollar“ offiziell eine Digitalversion seiner Währung einführte. Unter den großen Ländern ist China bereits mit Testläufen seines e-Yuan vorgeprescht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine zweijährige Untersuchungsphase eingeleitet und will im Oktober 2023 entscheiden, ob sie grünes Licht für das Projekt eines digitalen Euro geben soll.

Kerigan zufolge sollen innerhalb des nächsten Jahres auf den Testlauf weitere noch ausgefeiltere Erprobungen folgen. In diesem ersten Experiment seien auch verschiedene Technologien geprüft worden, etwa die Distributed Ledger Technologie (DLT), auf der Bitcoin & Co basieren.

Von

rtr

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