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26.04.2017

12:10 Uhr

Entwicklung der Vermögenspreise

Das Zinstief kann auch reicher machen

VonNorbert Häring

Dass die Niedrigzinsen das Ersparte fressen, stimmt nur zum Teil. Denn was man dafür bekommt, hängt davon ab, wie man es anlegt. Zahlen zeigen: Insgesamt steigt in Deutschland der Wert der Vermögen. Aber nicht bei allen.

Die stürmische Entwicklung der Immobilienpreise macht Besitzer reicher. picture alliance / Westend61

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Die stürmische Entwicklung der Immobilienpreise macht Besitzer reicher.

FrankfurtDie deutschen Sparer sind die Hauptleidtragenden der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, heißt es immer wieder. Sie bekommen keine Zinsen mehr auf das Ersparte. Das stimmt, ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Denn was man für sein Erspartes bekommt, hängt stark davon ab, wie man es anlegt. Während es für Giro- und Sparguthaben und für Anleihen kaum noch etwas gibt, haben Immobilien, Aktien und Betriebsvermögen in den letzten Jahren kräftig an Wert zugelegt, angetrieben insbesondere von den niedrigen Zinsen.

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Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

24.04.2017, 15:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Häring,

es stimmt doch alles, was sie schreiben. Aber mit der Einordnung in einen größeren Zusammenhang hapert es.

Natürlich haben die Null-Zins-Politik der Zentralbanken und deren Anleihenkäufe zu einem Anstieg der Vermögenspreise geführt. Aber was Sie "Anstieg" nennen, sind in Wirklichkeit "Blasen". Die Lebenserfahrung lehrt, dass "Blasen" keinen dauerhaften Bestand haben, sondern irgendwann platzen. Dann halbiert oder drittelt sich das Vermögen.

Nun wollen Sie sicher wissen, was eine "Blase" ist. Dazu wurden die Vermögensverwalter der Superreichen vor einigen Wochen von Ihrem Blatt interviewt. Die Vermögensverwalter sagen, ein Vermögensgegenstand ist völlig überteuert ("Blase"), wenn dessen Erträge gemessen am Kaufpreis mickrig sind. Sie haben sicher gemerkt, dass es um das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) geht. Beispiel gefällig? Im Mittel der Laufzeiten haben die deutschen Staatsanleihen ein KGV von etwa 1 000. Man braucht somit die Zinserträge von 1 000 Jahren um den Kaufpreis wieder reinzuholen.

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