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09.10.2019

16:56

Europäische Zentralbank

Euro-Finanzminister empfehlen Fabio Panetta als Mitglied des EZB-Direktoriums

Mit dem Ende der Amtszeit von Mario Draghi sitzt kein Italiener mehr im EZB-Führungsgremium. Doch dieser Bruch der Tradition wird nur von kurzer Dauer sein.

Italiens Vize-Notenbankchef wird wohl Nachfolger von Benoit Coeuré. Reuters

Fabio Panetta

Italiens Vize-Notenbankchef wird wohl Nachfolger von Benoit Coeuré.

Luxemburg Die Euro-Finanzminister haben sich hinter die Kandidatur von Italiens Vize-Notenbankchef Fabio Panetta für einen der frei werdenden Direktoriumsposten bei der EZB gestellt. Die Euro-Gruppe habe seine Kandidatur unterstützt, teilten die Minister am Mittwoch via Twitter mit. Der promovierte Ökonom war einziger Kandidat für die Nachfolge des Franzosen Benoit Coeuré, der Ende Dezember aus dem sechsköpfigen Führungsgremium der Europäischen Zentralbank (EZB) ausscheidet.

Panetta gilt als erfahrener Notenbanker. Der 60-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren in den verschiedensten Positionen bei der Banca d'Italia beschäftigt. Nach seiner formellen Ernennung auf einem EU-Gipfel im Dezember wird er dem EZB-Direktorium für acht Jahre angehören.

Traditionell besetzen Deutschland, Frankreich und Italien – die drei größten Volkswirtschaften der Euro-Zone – jeweils eine Position im EZB-Direktorium. Doch mit dem Ende der Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi im Oktober wird Italien vorübergehend nicht mehr in dem Gremium vertreten sein.

Die Finanzminister schoben zudem den Auswahlprozess für die Nachfolge der deutschen EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger an. Die Juristin tritt Ende Oktober vorzeitig aus dem Gremium zurück.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will eine Frau als Nachfolgerin finden. Lautenschläger ist zurzeit die einzige Frau im EZB-Direktorium. Als mögliche Nachfolgerinnen gelten die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel und Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch. Es wird erwartet, dass Deutschland bis Ende Oktober einen Kandidatenvorschlag unterbreitet. Im November würden die Euro-Finanzminister ihre Empfehlung aussprechen.

Die formelle Ernennung aller neuen Kandidaten ist auf dem EU-Gipfel im Dezember geplant.

Handelsblatt Premium

Von

rtr

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