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07.09.2017

08:38 Uhr

EZB-Ratssitzung

Draghi spielt auf Zeit

VonJan Mallien

EZB-Chef Mario Draghi muss die Wende zu einer weniger lockeren Geldpolitik einleiten. Doch vor der heutigen Ratssitzung macht einigen Kollegen der starke Euro Sorgen. Welche Entscheidungen die Ökonomen heute erwarten.

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FrankfurtMario Draghi wird nachgesagt, dass er während seiner Pressekonferenzen möglichst ausblendet, wie die Märkte auf seine Worte reagieren. Ab und zu bekommt er zwar einen Zettel gereicht. Darauf sollen aber meistens andere Notizen stehen. In der Regel bekomme er nur zu Beginn und am Ende seiner Pressekonferenz eine Notiz mit der aktuellen Entwicklung des Euro-Kurses und deutscher Bundesanleihen gereicht, erzählt man sich in Frankfurt.

Dabei dürfte der starke Euro-Kurs bei der Ratssitzung am Donnerstag besonders im Fokus stehen. Die Sitzung fällt in eine schwierige Phase, denn im Herbst will die Notenbank über die Zukunft ihrer Anleihekäufe entscheiden. Seit Jahren kämpft sie mit historischen Niedrigzinsen und billionenschweren Anleihekäufen gegen die Gefahr einer Deflation, also einer Spirale aus sinkenden Preisen und wirtschaftlichem Niedergang.

Dabei hat sie die Märkte massiv befeuert. Nun aber könnte sie ihre Käufe bald zurückfahren - mit unabsehbaren Folgen für die Finanzmärkte und die sich erholende Wirtschaft der Euro-Zone. Vor allem der starke Euro macht einigen Ratsmitgliedern der Notenbank Sorgen. Daher steht dem EZB-Rat am Donnerstag eine kontroverse Debatte bevor.

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Trotz Respekts vor der Unabhängigkeit der EZB fordern Spitzenbanker und Politiker ein Ende der extremen Geldpolitik. Hinter dem Protest steckt die Angst vor den gefährlichen Nebenwirkungen des billigen Geldes.

Ein höherer Wechselkurs wirkt sich ähnlich aus wie eine geldpolitische Straffung: Er macht Waren hiesiger Firmen auf dem Weltmarkt teurer und verschlechtert dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit - gleichzeitig macht er Importe billiger und drückt so die Inflation im Euro-Raum. In gewissem Maße ist diese Entwicklung durchaus erwünscht. Zum Problem wird sie, wenn dies zu schnell und abrupt passiert. Genau diese Gefahr sehen einige EZB-Ratsmitglieder.

Seit Jahresbeginn hat der Euro im Verhältnis zum Dollar schon rund 13 Prozent zugelegt. Noch sehen Ökonomen keinen Grund zur Panik und führen den Anstieg weitgehend auf fundamentale Gründe zurück, wie die geringere politische Unsicherheit im Euro-Raum. Wenn aber die rasante Entwicklung beim Wechselkurs so weitergeht, wird es für Unternehmen immer schwieriger, sich kurzfristig anzupassen. Dann besteht die Gefahr, dass sie bestimmte Kunden und Märkte nicht nur temporär, sondern dauerhaft verlieren.

Kommentare (12)

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Herr Klaus Dieter Probst

07.09.2017, 09:24 Uhr

Zinswende, jetzt? NEIN. Eine Zinswende zum aktuellen Zeitpunkt ruiniert die sich konsolidierenden Unternehmen, Investitionen werden nicht getätigt und die schwächeren Länder zusätzlich belastet. Natürlich, wollen die Finanzmittelindustrie (Banken, etc.) jetzt eine Zinswernde, sie haben sich in den letzten Jahren auf Kosten der Steuerzahler refinanziert und entsprechende Finanzoptionen für die Zukunft in ihren Büchern und was aus der Zeit des Schrottsammeln, sowie des Schrottverkaufs an Bundes-, Landesbanken und EZB noch in den Büchern ist wird verbrannt. Diese Feuer brennen schon. Die Zinswende kann erst kommen, wenn alle davon profiteren und nicht jetzt. Also in 2 bis 3 Jahren. Kommt sie früher, bricht der Markt oder zumindest einzelne Marktfelder zusammen. Natürlich ist das für die Finanzmittelindustrie unangenehm. Wollen sie doch mit unserem Geld endlich wieder Geld verdienen. Statt dessen steigen ihre Risiken - die Risiken des billigen Geldes.

Herr Moritz J. Mueller

07.09.2017, 09:30 Uhr

Es ist schon kurios, um nicht zu sagen; bedenklich, wie selbst führende Banker immer nur ihren eigenen Vorteil (höhere Zinsen) vor Augen haben und dabei die globale Situation völlig ausblenden. Bei den kleinen, in ihrem Horizont sehr eingeschränkte Sparer, kann man dies ja vielleicht noch nach vollziehen. Die Realität ist und die sollte jedem klar sein; sollte Draghi die Zinsen erhöhen würden kurz darauf ganze Staaten pleite gehen. Und nicht nur Staaten, bedenkt man die ganzen Firmenanleihen, die Draghi, zur Stützung maroder Konzerne, auch noch kauft. Zudem wollen diese Herren und da ist Draghi einzuschliessen, einfach nicht wahr haben dass die Weltweiten Kreditblasen und die aus deren regelmässigen Platzen resultierenden Katastrophen, das Ergebnis dieser Jahrzehntelang betriebenen und durch Draghi weiter fort geführten Kreditexpansion, sind. Es ist nutzlos ein brennendes Haus mit Benzin zu Löschen zu versuchen!

Herr Carlos Santos

07.09.2017, 10:49 Uhr


http://www.focus.de/finanzen/videos/bundesregierung-nervoes-deutschland-zu-reich-brexit-koennte-die-neuen-bundeslaender-milliarden-an-eu-foerdergeldern-kosten_id_7560441.html

Die Bundesregierung fürchtet laut einem Medienbericht, dass sich der EU-Austritt Großbritanniens negativ auf die Förderung ostdeutscher Regionen auswirken könnte. Dabei geht es um Milliardensummen.
Scheiden die Briten aus der EU aus, sinkt die durchschnittliche Wirtschaftsleistung jedes EU-Einwohners. Die fatale Folge: Damit steigt da deutsche Wirtschafts-Ranking – und unsere Krisenregionen bekommen weniger Hilfe aus Brüssel.


….

DIE KATZE KOMMT NUR ZU LANGSAM AUS DEM SACK HERAUS !!!

WÜRDE DER BREXIT EINEN NUTZEN FÜR DIESE SCHLECHTE EUROPÄISCHE UNION EINBRINGEN DA WÄRE DIESE EU SCHNELL DABEI ES VORAN ZU BETREIBEN !!!

DER BREXIT IST ABER DIE RETTUNG FÜR ENGLAND UM NICHT MIT DEM REST EUROPAS UNTER ZU GEHEN !!!

MAG SEIN MAN IST NOCH OPTIMISTISCH UND HOFFT FÜR SICH SELBER DEN SECHSER IM LOTTO ZU GEWINNEN, DIESES IST MIT GLÜCK NOCH MÖGLICH !!!

EINE POSITIVE ERHOLUNG DES EGAL WELCHEN EU-MITGLIEDSLAND UNTER DER EU IST ABER EINE ABSOLUTE ILUSION DER NIE MEHR IN ERFÜLLUNG GEHEN WIRD !!!

DIE EUROPÄISCHE UNION MUSS SCHNELLER ALS SCHNELL AUFGELÖST WERDEN UND IN HEUTIGER FORM DARF ES SICH NIEMALS MEHR IN EUROPA BILDEN !!!

SELBST DAS EUROPÄISCHER GERICHTSHOF IST EINE LÄCHERLICHKEIT OHNE GLEICHEN !!!

EUROPA BRAUCHT ENTWEDER EINE AUFLÖSUNG DER EU ODER ES WIRD DIESE EU MIT EINEM BÜRGERKRIEG IN EUROPA BEENDET BEKOMMEN !!!

WENN ZWEI MÜTTERN BEHAUPTEN DASS BEIDE DIE MUTTER DES KINDES SIND, DA ENTSCHEIDET DER RICHTER DASS BEIDE EINEN ARM DES KINDES FEST HALTEN SOLLEN UND DIE DIE DAS KIND DANN AM ENDE BEI SICH HAT, HÄTTE GEWONNEN !

EINE DER MÜTTER LIEBTE DAS KIND UND WOLLTE ES NICHT ZU SCHADEN KOMMEN LASSEN UND WEIGERTE SICH DEM KIND WEH ZU TUN !!!

DAMIT WAR FÜR DEN RICHTER KLAR WER WIRKLICH DIE MUTTER WAR !!!

teil 2 folgt.

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