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06.09.2017

20:50 Uhr

Fed-Konjunkturbericht „Beige Book“

US-Wirtschaft wächst mit mäßigem Tempo

Die US-Notenbank Fed meldet in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“, dass die US-Wirtschaft mit moderater Geschwindigkeit weiter wächst. Die Inflation hingegen kaum.

Am Mittwoch hat die US-Notenbank wichtige Konjunkturdaten zur USA veröffentlicht. dpa

US-Dollar-Scheine

Am Mittwoch hat die US-Notenbank wichtige Konjunkturdaten zur USA veröffentlicht.

WashingtonDie US-Wirtschaft ist nach einer Umfrage der US-Notenbank Federal Reserve in den vergangenen Wochen weiter gewachsen. Die Aktivität sei im Juli und der ersten August-Hälfte leicht bis moderat gestiegen, teilte die Fed am Mittwoch in ihrem sogenannten Beige Book mit. Es gebe aber dennoch nur wenig Anzeichen für einen Anstieg der Inflation. „Die Preise sind im ganzen Land mäßig gestiegen.“ Mehrere Fed-Bezirke berichteten davon, dass viele Firmen Probleme bei der Suche nach neuen Mitarbeitern auf allen Qualifikationsebenen hätten. Dies habe aber kaum zu einem Anstieg des Lohnniveaus geführt. Die Gehälter der US-Bürger gelten als Lackmustest dafür, ob der Aufschwung tatsächlich bei den Bürgern ankommt.

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An der Wall-Street atmen die Anleger am Mittwoch auf. Das Beige Book der US-Notenbank Fed kam ebenso gut an wie eine Überraschung im US-Haushaltsstreit. Auf einige Aktien drückten Folgen des Sturms "Harvey".

Die Notenbank hat sich eine Inflationsrate von zwei Prozent zum Ziel gesetzt. Doch davon ist die Teuerungsrate noch ein Stück weit entfernt: Die für die Fed besonders wichtigen Preisveränderungen bei persönlichen Ausgaben der Verbraucher - die Energie- und Nahrungsmittelkosten ausklammern - lagen im Juli bei lediglich 1,4 Prozent. Das war der niedrigste Wert seit Ende 2015.

Da Vollbeschäftigung herrscht und die US-Wirtschaft rund läuft, hat die Fed die Zinsen dieses Jahr bereits zwei Mal angehoben - zuletzt im Juni auf das bis jetzt gültige Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent. Die Währungshüter haben einen weiteren Schritt in diesem Jahr ins Auge gefasst, mit dem viele Investoren jedoch wegen der niedrigen Inflation nicht mehr rechnen. Erst am Dienstag mahnte die einflussreiche Notenbankdirektorin Lael Brainard zur Zurückhaltung bei weiteren Zinserhöhungen: „Wir sollten beim Straffen der Geldpolitik Vorsicht walten lassen, bis wir zuversichtlich sein können, dass die Inflation sich auf unser Ziel zubewegt.“

Von

rtr

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