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06.06.2019

19:21

Private Equity

Firmenjäger Advent plant neuen Megafonds

Von: Robert Landgraf, Peter Köhler

Für ihr Anlageprodukt sammelte die Beteiligungsgesellschaft mehr Kapital ein als erwartet. Private-Equity-Fonds sind vor allem bei Großanlegern beliebt.

Satte 17,5 Milliarden Dollar ist der neue Fonds Global Private Equity IX groß und hat damit sein angestrebtes Ziel von 16 Milliarden Dollar deutlich übertroffen. mauritius images

Dollar-Scheine

Satte 17,5 Milliarden Dollar ist der neue Fonds Global Private Equity IX groß und hat damit sein angestrebtes Ziel von 16 Milliarden Dollar deutlich übertroffen.

Frankfurt Die Beteiligungsgesellschaft Advent bringt einen neuen Megafonds an den Start. Satte 17,5 Milliarden Dollar ist der neue Fonds Global Private Equity IX groß und hat damit sein angestrebtes Ziel von 16 Milliarden Dollar deutlich übertroffen. Advent gelang es, die Mittel für diesen neuen Private-Equity-Fonds der Superlative innerhalb von nur sechs Monaten einzusammeln. Der neue Megafonds ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Branche der außerbörslichen Beteiligungen in eine neue Dimension wächst.

So drängen die Anleger immer mehr in diese Firmenjäger-Fonds. Die Größenordnung von Advents jüngstem Fonds ist jedoch recht selten. Neben Advent zählt dazu das Private-Equity-Haus Blackstone, das für seinen jüngsten Fonds für Firmenkäufe gut 22 Milliarden Dollar eingeworben hat. Der mit Abstand größte bleibt bislang der Fonds des Rivalen Apollo mit 24,7 Milliarden Dollar.

Treiber Anlagenotstand

Getrieben vom Anlagenotstand und auf der Suche nach Profit, stürzen sich Großanleger auf die Beteiligungsfonds. Ihre Renditeversprechen können sie nur mit Erträgen von deutlich über zehn Prozent halten. Und die liefert Private Equity: Weltweit konnten diese Fonds im Schnitt den Wert ihres außerbörslich investierten Kapitals 2018 um fast die Hälfte steigern, hat der Spezialist eFront ausgerechnet. „Die Bereitschaft zu Investments in Private Equity ist seitens der institutionellen Investoren ungebrochen“, erläutert Gregor von Deuten, Investmentexperte bei Coller Capital. 37 Prozent der Geldgeber wollten aktuell ihre Zusagen aufstocken.

Advent wurde 1984 gegründet und verwaltet ein Vermögen von etwa 31 Milliarden Euro. Mit Renditen um 20 Prozent zählt der Finanzinvestor zu den Topspielern der Branche. Insgesamt hat die Firma seit 1990 über alle Fonds hinweg etwa 36 Milliarden Euro in mehr als 345 Private-Equity-Transaktionen in 41 Ländern angelegt. „Der Anteil an Eigenkapital, das wir investieren, liegt zwischen 40 und 60 Prozent“, sagt Ranjan Sen, Managing Partner bei Advent in Frankfurt. Die aktuellen Portfoliounternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro und beschäftigten zum Jahresende über 290.000 Mitarbeiter.

Der neue Fonds soll sich auf fünf Kernindustrien konzentrieren: Dazu zählen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Industrie und Chemie, Einzelhandel sowie Konsumgüter und Medien und Telekommunikation. „Wir investieren von 100 Millionen bis eine Milliarde Euro und auch selektiv darüber in neue Deals“, betont Ronald Ayles, Managing Partner bei Advent in Frankfurt. Zu den Investments in Deutschland zählen etwa GFKL, ein Unternehmen, das Forderungsmanagement in Deutschland betreibt. Mit dem neuen Fonds wird sicher noch einiges dazukommen. „Advents Pipeline ist voll an interessanten Deals“, sagt Sen.

Mehr: Institutionelle Investoren stecken immer größere Summen in außerbörsliche Beteiligungen. Davon profitieren Finanzinvestoren. Dennoch gibt es Hindernisse.

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