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01.10.2018

11:13

Ratgeber ETF – Teil 4

Indizes – die Messlatten für den Anlageerfolg

Von: Ingo Narat

Indizes gibt es viele, und es werden immer mehr. Aber nur die populären, die als Bausteine für Depots infrage kommen, ziehen viel Kapital an.

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S&P-Kurs an der Wall Street

Der Index mit den 500 größten US-Unternehmen ist einer der beliebtesten bei Fondsanlegern.

Frankfurt Die Welt der Indizes wandelt sich rasant. In den vergangenen Jahren schwappten neue Anlagetrends auch ins Ökosystem der Indexprodukte. Die Anbieter entdecken Ideen für sich, die auch die aktiven Verwalter verfolgen. Dazu gehören etwa Digitalisierung oder Robotik. Dafür werden entsprechende Aktienindizes kreiert und mit einem ETF-Mantel versehen. Besondere Zugkraft hat auch die Variation der klassischen Indexkonstruktion an sich.

In den Messlatten erhalten die Mitglieder traditionellerweise einen Anteil, der ihren relativen Börsenwert widerspiegelt. Neuere Ansätze gehen davon ab, wählen etwa gleiche Gewichte für alle oder sortieren nach bestimmten Kriterien. Solche Indizes können sich beispielsweise auf unterbewertete Titel, wachstumsstarke Papiere, jene mit auffälligen Kurssteigerungen oder solche mit geringen Schwankungen konzentrieren.

Wer da den Überblick nicht verlieren will, der kann sich auf verschiedenen Online-Plattformen wie justetf.com oder bei den Anbietern orientieren.

Trendthema Nachhaltigkeit

Eine Entwicklung mit wachsender Dynamik bietet das Stichwort „nachhaltiges Investieren“. Es geht um die Frage, inwieweit Unternehmen ökologisch verantwortbar agieren, Mitarbeiter und Kunden fair behandeln, ihr eigenes Haus gut führen. Regelmäßig kommen darauf aufsetzende Indizes und ETFs auf den Markt.

„Für die Branche ist das ein ganz großes Thema“, sagt etwa Bruno Poulin, Chef der ETF-Gesellschaft Ossiam. In der Umsetzung der Idee gibt es allerdings große Unterschiede. Die generellen Anforderungen können im Detail sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Vergleichsweise einfach konstruierte Indizes arbeiten mit Ausschlusskriterien. Sie lassen dann einfach bei bestimmten Indizes beispielsweise Hersteller von Waffen, Tabak oder Casinobetreiber außen vor.

Grafik

Traditionellerweise dient ein Index als Stimmungsbarometer für einen Markt. So spiegelt der Dax die durchschnittliche Entwicklung der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften wider. Der Markt für Indizes boomt. Ein Grund sind die beschriebenen neuen Anlegerinteressen. Ein anderer Grund liegt darin, dass immer mehr Gelder für Altersvorsorgezwecke oder aus anderen Gründen von Großinvestoren verwaltet werden, die ihre eigenen Anlageergebnisse intern oder extern rechtfertigen müssen.

Exponentielles Wachstum

Indizes sind hier eine wichtige Orientierungsgröße zur Beurteilung. Experten wie die Fachleute von der Deutschen Börse oder auch von der Anlagegesellschaft Alliance Bernstein schätzen, dass dieses Phänomen nicht nur immer bedeutender wird. Sie glauben, dass weltweit heute weit mehr als eine Million Indizes berechnet werden. Den Experten zufolge ist das Wachstum exponentiell, das heißt die Zahl der Indizes steigt in immer größerem Tempo.

Es gibt allerdings eine große Kluft zwischen populären und weniger populären Indizes. Auf der Aktienseite haben beispielsweise die klassischen Länder- und Regionenindizes eine große Bedeutung.

Das schlägt sich auch im ETF-Geschäft nieder. In Europa haben die zehn größten Produkte Volumina bis zu 23 Milliarden Euro. Der größte Indexfonds ist von Blackrock und liegt dem amerikanischen S&P 500 zugrunde. Es folgt das Konkurrenzprodukt des Anbieters Vanguard. Auf der Liste der Top 10 stehen außerdem die Messlatten MSCI World, MSCI Emerging Markets, Stoxx Europe 600, Euro Stoxx 50, der Dax, der FTSE 100 sowie ein ETF auf einen Index für Unternehmensanleihen.

Lesen Sie alles Wichtige zum Thema Indexfonds in unserem 14-seitigen Dossier „Investieren in ETFs“.

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