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21.06.2022

11:22

Geldpolitik

Goldman sieht höhere US-Rezessionsgefahr – weniger Fed-Spielraum

Die Ökonomen der US-Investmentbank warnen vor einem steigenden Rezessionsrisiko. Hinzu kommen zusätzliche Sorgen.

„Wir sehen das Rezessionsrisiko jetzt als höher an“, hieß es in einer Analyse von Volkswirten um Jan Hatzius. Bloomberg

US-Investmentbank Goldman Sachs

„Wir sehen das Rezessionsrisiko jetzt als höher an“, hieß es in einer Analyse von Volkswirten um Jan Hatzius.

Hannover Die Ökonomen der US-Investmentbank Goldman Sachs haben ihre Prognosen für das US-Konjunktur gesenkt und sehen inzwischen ein Risiko von 30 Prozent, dass die amerikanische Wirtschaft auf Jahressicht in die Rezession abrutscht. Bisher hatten sie die Wahrscheinlichkeit dessen mit nur 15 Prozent beziffert. 

Sollte eine Rezession innerhalb dieser Zeit vermieden werden können, beträgt das Rezessionsrisiko laut Goldman im Folgejahr 25 Prozent. Damit liegt die kumulative Wahrscheinlichkeit auf Sicht der nächsten beiden Jahre nun bei 48 Prozent, nach zuvor angenommenen 35 Prozent.

„Wir sehen das Rezessionsrisiko jetzt als höher an“, hieß es in einer Analyse von Volkswirten um Jan Hatzius. „Die Hauptgründe dafür sind, dass unser Basis-Wachstumsszenario jetzt niedriger ist und dass wir zunehmend besorgt sind, dass sich die Fed gezwungen sehen wird, energisch auf die hohe Inflation und die Inflationserwartungen der Verbraucher zu reagieren, wenn die Energiepreise weiter steigen, selbst wenn sich die Aktivität stark verlangsamt.“

Im Vergleich zu den 1960er und 1970er Jahren sind Lohnwachstum und Inflationserwartungen nach Einschätzung von Goldman heute weniger stark ausgeprägt.

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    „Wie könnte eine Rezession aussehen? Wenn keine größeren Ungleichgewichte abgebaut werden müssen, wäre eine Rezession, die durch eine moderate bis starke Straffung verursacht wird, höchstwahrscheinlich oberflächlich“, schrieben die Goldman-Ökonomen. Selbst bei flacheren Rezessionen sei die Arbeitslosenquote jedoch um durchschnittlich etwa 2,5 Prozentpunkte gestiegen.

    „Eine zusätzliche Sorge ist diesmal, dass die fiskal- und geldpolitische Reaktion begrenzter ausfallen könnte als üblich“, so Goldman.

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