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19.01.2022

16:50

Geldpolitik

Londoner Notenbankchef betont Inflationsgefahr

Andrew Bailey wolle alles tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Die angespannte Lage in der Ukraine bereiten ihm zudem „sehr große Sorgen“.

Die Inflation auf der Insel ist zuletzt auf den höchsten Stand seit 30 Jahren gestiegen. Bloomberg

Bank of England in London

Die Inflation auf der Insel ist zuletzt auf den höchsten Stand seit 30 Jahren gestiegen.

London Kurze Zeit vor der anstehenden Zinssitzung in Großbritannien hat Notenbankchef Andrew Bailey auf erhöhte Inflationsgefahren verwiesen. Vor einem Parlamentsausschuss sagte er am Mittwoch, an den Finanzmärkten rechne man anders als noch vor einigen Monaten damit, dass die Energiepreise länger hoch blieben. Es steige das Risiko, dass sich der Preisaufwärtsdruck verfestige. Auch die verstärkten Spannungen zwischen Russland und der Ukraine seien in diesem Zusammenhang ein Grund zu „sehr großer Sorge“.

Die Notenbank könne und werde alles tun, um die Inflation im Zaum zu halten. „Das kann ich ihnen versichern“, fügte Bailey hinzu. Dies gelte auch mit Blick auf die Zinspolitik, falls geldpolitisches Handeln als nötig erachtet werden sollte.

Die Teuerung auf der Insel ist auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren gestiegen und macht damit weitere Zinserhöhungen der Bank von England (BoE) wahrscheinlicher. Die Inflationsrate kletterte im Dezember stärker als erwartet auf 5,4 Prozent.

Die Notenbank in London prognostiziert, dass die Inflation wegen höherer Energierechnungen im April ein 30-Jahres-Hoch von rund sechs Prozent erreichen wird. Zudem dürfte es laut BoE mehr als zwei Jahre dauern, bis die Teuerung wieder zum Zielwert der Währungshüter von zwei Prozent zurückkehrt.

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    Die Bank of England hat im Dezember als erste der führenden Zentralbanken zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Leitzinsen angehoben. Der geldpolitische Schlüsselsatz kletterte von 0,1 auf 0,25 Prozent. Die Finanzmärkte sehen eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung am 3. Februar weiter erhöht – und zwar auf 0,5 Prozent.

    Von

    rtr

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