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25.05.2022

11:24

Geldpolitik

Neuseeland stemmt sich mit weiterem Zinsschritt gegen hohe Inflation

Die Zentralbank hebt den Leitzins um einen halben Prozentpunkt an. Die Währungshüter halten weitere Anhebungen jedoch für notwendig.

Die Preise haben weltweit deutlich angezogen. Via REUTERS

Supermarkt

Die Preise haben weltweit deutlich angezogen.

Wellington Die Notenbank Neuseelands will die hohe Inflation im Land mit einer weiteren deutlichen Zinserhöhung in den Griff bekommen. Die Zentralbank hebt den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent an, wie sie am Mittwoch in Wellington mitteilte.

Analysten hatten den Schritt mehrheitlich erwartet. Zudem sehen die Währungshüter die Notwendigkeit weiterer Zinsschritte. Sie erwarten den Leitzins im laufenden Jahr mindestens bei 3,25 Prozent, 2023 dürfte er dann nahe vier Prozent den Höhepunkt erreichen. Das ist höher als bislang in Aussicht gestellt.

Mit dem zweiten Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt binnen sechs Wochen untermauert die neuseeländische Notenbank ihren konsequenten Kurs gegen die hohe Teuerung. Es ist das erste Mal seit Einführung des Leitzinses in seiner jetzigen Form im Jahr 1999, dass die Notenbank den Zins zweimal in Folge so deutlich anhebt. Seit Oktober haben die Währungshüter den Leitzins um insgesamt 1,75 Prozentpunkte erhöht.

Mit den Maßnahmen soll die Inflationsrate zurück in die angestrebte Spanne von ein bis drei Prozent gedrückt werden. Gründe für die hohe Teuerung sind vor allem stark gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie hohe Preise für viele industrielle Vorprodukte infolge der globalen Lieferkettenengpässe.

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    Diese gehen auf die Corona-Pandemie zurück, zuletzt noch verschärft durch die umfangreichen Lockdowns in China. Viele Waren können das Land wegen teils geschlossener Häfen aktuell nicht verlassen. Hinzu kommt der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der die Energie- und Rohstoffpreise treibt und viele coronabedingte Probleme verschärft.

    Die Zinsanhebung treibt die Landeswährung. Der sogenannte Kiwi-Dollar steigt um 0,8 Prozent und erklimmt ein Drei-Wochen-Hoch von 0,65 Dollar. Der restriktive Ton der Bank und die aggressiveren Zinserhöhungsprognosen deuteten darauf hin, dass die bisherigen Schätzungen diesbezüglich zu gemäßigt seien, sagt Ökonom Ben Udy von Capital Economics.

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