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08.11.2018

20:09 Uhr

Geldpolitik

US-Notenbank Fed tastet Leitzins nicht an

VonJan Mallien

Der Leitzins in den USA verharrt in der Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet.

USA: Notenbank Fed erhöht Leitzins auf 2,0 bis 2,25 Prozent dpa

Federal Reserve

Die US-Notenbank hat in diesem Jahr die Zinsen bereits zum dritten Mal erhöht.

New YorkDie US-Notenbank Fed hat den Leitzins wie erwartet nicht angetastet. Die „Fed Funds Rate“ verharre in der Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent, teilte die Fed nach ihrer zweitägigen Sitzung am Donnerstag in Washington mit. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet.

Die US-Notenbank hat in diesem Jahr bereits dreimal die Zinsen angehoben, zuletzt auf der geldpolitischen Sitzung im September. Damals erhöhte sie den Leitzins auf die aktuelle Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent. Im Vorfeld der heutigen Sitzung hatten Ökonomen erwartet, dass die Fed im November die Zinsen nicht antastet und dann im Dezember eine weitere Erhöhung vornehmen könnte.

Im Mittel gingen die Führungsmitglieder der Notenbank zuletzt von vier Zinserhöhungen in diesem und drei weiteren Schritten im kommenden Jahr aus. Zuletzt hat es allerdings stärkere Schwankungen an den Finanzmärkten gegeben, unter anderem wegen Spekulationen, dass die Fed noch schneller die Zinsen anheben könnte.

Grund für solche Spekulationen sind das starke Wirtschaftswachstum in den USA und die sinkende Arbeitslosigkeit. Im dritten Quartal ist die US-Wirtschaft um 3,5 Prozent gewachsen. Das war zwar etwas weniger als im zweiten Quartal, wo der Wert sogar bei 4,2 Prozent lag, aber immer noch sehr robust.

Zudem lag die Arbeitslosenquote im Oktober bei 3,7 Prozent – und damit auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 1969. Für den weiteren geldpolitischen Kurs ist entscheidend, inwieweit das Wachstum und die geringe Arbeitslosigkeit auf Löhne und Inflation durchschlagen.

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Bislang haben die Löhne nur moderat zugelegt. Zuletzt allerdings gab es Anzeichen für eine stärkere Dynamik. So erreichte der Lohnzuwachs im Oktober erstmals 3,1 Prozent. Damit steigen auch die Inflationsrisiken. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent an. Im September lag sie bei 2,3 Prozent.

Die Fed stand in den vergangenen Wochen auch politisch unter Druck. US-Präsident Donald Trump hatte sie wegen ihrer Zinserhöhungen scharf kritisiert. „Ich denke, die Fed ist verrückt geworden“, sagte Trump Mitte Oktober, als die Aktienkurse in den USA auch wegen der Angst vor weiteren Zinserhöhungen zurückgegangen waren. Die Notenbank „mache einen Fehler“.

Weitere Informationen über die Debatte auf der heutigen Notenbanksitzung dürften die Protokolle der Sitzung liefern. Die Fed veröffentlicht diese am 29. November.

Mit Agenturmaterial.

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