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27.09.2022

14:52

Geldpolitik

US-Währungshüter erwartet Zinsanstieg auf über vier Prozent bis zum Jahresende

Zu Beginn des Monats hatte Charles Evans noch den Höhepunkt des Schlüsselsatzes auf vier Prozent taxiert. Nun schließt er sich der „mittleren Schätzung“ an.

Der Präsident der Federal Reserve von Chicago erwartet, dass sich die Inflation in den kommenden zwei Jahren deutlich abschwächen wird. Reuters

Charles Evans

Der Präsident der Federal Reserve von Chicago erwartet, dass sich die Inflation in den kommenden zwei Jahren deutlich abschwächen wird.

London Die US-Notenbank muss im Kampf gegen die hohe Inflation aus Sicht des Chefs der Fed-Filiale von Chicago, Charles Evans, die Leitzinsen wohl bis weit über vier Prozent anheben. „Mein Standpunkt stimmt im Großen und Ganzen mit der mittleren Einschätzung überein“, sagte Evans am Dienstag auf einer Finanzkonferenz in London.

Dabei bezog er sich auf die jüngsten Zinsprojektionen der Notenbank, die bei der mittleren Schätzung bis zum Jahresende eine Zinserhöhung auf 4,4 Prozent nahelegen und bis Ende 2023 bei 4,6 Prozent verorten. Noch zu Monatsbeginn hatte Evans dafür argumentiert, dass der Schlüsselzins bei vier Prozent den Höhepunkt erreichen sollte.

„Ich hatte die ernüchternde Einschätzung, dass wir noch mehr Arbeit vor uns haben“, sagte Evans nun. Er sei aber optimistisch, dass der von von der Notenbank genannte Höchstwert so restriktiv sein werde, dass dies ausreichen könne. Evans erwartet, dass sich die Inflation in den nächsten zwei Jahren deutlich abschwächen wird. Es gebe Anzeichen dafür, dass die starke Nachfrage nach Arbeitskräften nachlasse und sich auch die Lieferketten zu entwirren begännen. Allerdings räumte er ein, dass seine Prognosen mit Risiken behaftet seien.

Die Inflation lag in den USA zuletzt bei 8,3 Prozent. Die Fed treibt wegen der hohen Preissteigerungsrate den Leitzins in großen Schritten nach oben. Unlängst hob sie sie ihn zum dritten Mal in Folge ungewöhnlich kräftig um einen Dreiviertel-Prozentpunkt an auf die aktuelle Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent. Anleger taxieren derzeit die Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent, dass es bei der kommenden Zinssitzung am 1. und 2. November um weitere 75 Basispunkte nach oben gehen wird.

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