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03.12.2019

17:26

Kommentar

Warum Teamviewer ein außergewöhnlicher Aufsteiger ist

Von: Andrea Cünnen

Das Softwareunternehmen ist ein Anwärter für den MDax. Dabei liegt der Kurs unter dem Ausgabepreis. Doch gerade das bietet Aktienanlegern Chancen.

Das Softwareunternehmen ist erst Ende September an die Börse gegangen. dpa

Skulptur mit Teamviewer-Logo vor der Frankfurter Börse

Das Softwareunternehmen ist erst Ende September an die Börse gegangen.

Normalerweise sind die Aktienkurse von Unternehmen, die in einen Auswahlindex der Deutschen Börse aufsteigen, schon gut gelaufen.

Die Logik dahinter: Der steigende Kurs führt zu einer höheren Marktkapitalisierung. Das qualifiziert – gemeinsam mit dem Börsenumsatz – für den Aufstieg. Doch bei Teamviewer ist das anders.

Das Softwareunternehmen ist erst Ende September an die Börse gegangen, und der Kurs liegt unter dem Ausgabepreis von 26,25 Euro.

Trotzdem ist Teamviewer nach korrigierten Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg ein heißer Aufstiegskandidat in den MDax der mittelgroßen Werte.

Größter Börsengang in Europa

Das liegt daran, dass der Börsengang mit 2,2 Milliarden Euro in diesem Jahr der größte in ganz Europa war. Das reicht für den Durchmarsch in den MDax, den die Deutsche Börse wohl am Mittwochabend verkünden wird.

Für Anleger ist das interessant. Denn bei Aktien, die schon stark gestiegen sind, stellt sich oft die Frage, wie stark es noch nach oben gehen kann. Eine Aktie, die vor sich hindümpelt, bietet dagegen quasi naturgemäß mehr Kursfantasie.

Das gilt bei Teamviewer als Wachstumswert besonders. Das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Göppingen bietet Lösungen für die Vernetzungen von Geräten an.

Unternehmen setzen die Software ein, um zum Beispiel Computer der Mitarbeiter aus der Ferne zu warten, Onlinekonferenzen abzuhalten oder Maschinen zu überwachen.

Profiteur von Trends

Damit profitiert Teamviewer von den Trends zur Digitalisierung und Automatisierung, für die Unternehmen viel Geld ausgeben. Im laufenden Jahr rechnet Teamviewer mit einem bereinigten operativen Gewinn zwischen 177 Millionen und 183 Millionen. Das wäre gut die Hälfte mehr mehr als 2018.

Die abgerechneten Umsätzen will der Software-Anbieter um bis zu 40 Prozent auf 310 Millionen bis 320 Millionen Euro steigern. Das klingt nach einer ordentlichen Steigerung.

Bislang gibt es nur sechs Analysten, die die Aktie beobachten. Sie alle raten zum Kauf. Mit dem Aufstieg in den MDax dürfte sich die Zahl der Marktbeobachter erhöhen und Teamviewer von daher mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das könnte dem Kurs zusätzlich helfen, endlich durchzustarten.

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