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11.09.2017

07:22 Uhr

EU-Vorschriften

Chinesen sollen Firmenübernahmen erschwert werden

Chinesische Unternehmen hegen großes Interesse an europäischen Firmen und wollen diese häufig übernehmen. Die Bundesregierung rechnet nun mit einer Verschärfung europäischer Vorschriften, um Übernahmen zu erschweren.

Der Wirtschaftsstaatssekretär warnt, „dass unsere Offenheit als Einfallstor für industriepolitische Interessen anderer Staaten benutzt wird“. dpa

Matthias Machnig

Der Wirtschaftsstaatssekretär warnt, „dass unsere Offenheit als Einfallstor für industriepolitische Interessen anderer Staaten benutzt wird“.

BerlinDie Bundesregierung rechnet mit der EU-weiten Einführung schärferer Vorschriften gegen ungewollte Übernahmen von Unternehmen durch chinesische Firmen. Man sei zuversichtlich, die mit Italien und Frankreich erarbeitete Haltung auf EU-Ebene durchsetzen zu können, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium auf Reuters-Anfrage. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ entsprechend berichtet. Demnach wolle EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch vor dem EU-Parlament eine Verschärfung bestehender Regeln anregen.

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig sagte den Zeitungen (Montagausgabe), man müsse verhindern, „dass unsere Offenheit als Einfallstor für industriepolitische Interessen anderer Staaten benutzt wird“. Deutschland habe zwar Interesse an ausländischen Investitionen. Diese müssten aber zu marktwirtschaftlichen Bedingungen erfolgen. Deshalb werde auf europäischer Ebene an Änderungen der Regeln gearbeitet.

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Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, Deutschland achte auf faire Wettbewerbsbedingungen. „Denn es ist bedenklich, wenn unsere Unternehmen sich im Wettbewerb mit Unternehmen aus Ländern befinden, die nicht so offen sind wie wir.“ In den letzten Jahren hätten Zukäufe an Zahl und Komplexität so deutlich zugenommen, „dass unser vorhandenes Prüfinstrumentarium darauf reagieren muss“. Daher habe man auf nationaler und europäischer Ebene einen Prozess dazu angestoßen. Ziel sei, eine Rechtsgrundlage zu schaffen, um national im Einzelfall gegen staatlich gelenkte oder staatlich finanzierte, strategische Direktinvestitionen einschreiten zu können.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Karl Gross

11.09.2017, 08:11 Uhr

Solange Europäische Firmen in China keine 100% Töchter aufbauen können und Ihr Know-How in Joint Ventures mit 50% Eigentum mit einem Chinesen teilen müssen, solange darf es nicht sein das Chinesische Firmen die Creme der Deutschen Industrie aneignen und damit die Wirtschaft mittelfristig zerstören.
Bei KUKA hätte die Regierung schon Einhalt gebieten müssen. Putzmeister ist Chinesisch und wenn Aixtron, Infineon, Allianz oder Bosch gehen, können wir den Laden dicht machen.

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