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14.03.2019

08:57

Verbraucherpreise

Inflation zieht im Februar wieder an

Die höheren Verbraucherpreise machen sich vor allem im Energiesektor bemerkbar. Heizöl und Strom verteuerten sich überdurchschnittlich stark.

Vor allem bei Strom und Heizöl macht sich die Steigerung der Verbraucherpreise bemerkbar. dpa

Inflation

Vor allem bei Strom und Heizöl macht sich die Steigerung der Verbraucherpreise bemerkbar.

Wiesbaden Die Inflation in Deutschland hat im Februar wieder etwas angezogen. Die Verbraucherpreise lagen um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Januar hatte die Teuerungsrate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Mit den Berechnungen korrigierte die Wiesbadener Behörde jüngste vorläufige Angaben nach unten: Zunächst hatte sie eine Inflationsrate von 1,6 Prozent für den Februar ermittelt. Gemessen am Vormonat Januar legte die Teuerung um 0,4 Prozent zu.

Größter Preistreiber war erneut Energie, die sich mit durchschnittlich 2,9 Prozent wieder stärker verteuerte. Strom, Gas und andere Brennstoffe kosteten 4,3 Prozent mehr. Bei Heizöl gab es sogar ein Plus von 14,2 Prozent, während die Preise für Benzin und andere Brennstoffe nur um 0,1 Prozent zulegten. Auch Nahrungsmittelpreise zogen mit 1,4 Prozent kräftiger an als zuletzt. Gemüse kostete 12,2 Prozent mehr, wobei der Preisaufschlag für Kartoffeln bei 32,4 Prozent besonders deutlich ausfiel. Für Butter wurden 11,1 Prozent mehr verlangt, während Obst sechs Prozent weniger kostete.

Die vergleichsweise niedrige Teuerung kommt angesichts der trüberen Aussichten für die Wirtschaft wie gerufen, stärkt sie doch die Kaufkraft der Verbraucher. Viele Arbeitnehmer dürften angesichts spürbarer Lohnerhöhungen auch nach Abzug der Inflation real mehr in ihren Taschen haben. Dadurch dürfte der private Konsum erneut wachsen. Die Exporte stehen dagegen wegen der schwächeren Weltkonjunktur, des Handelskonflikts mit den USA und Risiken wie dem Brexit unter Druck. Die Industriestaaten-Organisation OECD rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,7 Prozent, was halb so viel wäre wie 2018.

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