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11.01.2019

20:13

Die Weltkonjunktur droht die positiven inländischen Effekte auszugleichen. dpa

Hamburger Hafen

Die Weltkonjunktur droht die positiven inländischen Effekte auszugleichen.

Wirtschaftsleistung

Kommt 2019 der Abschwung? Sieben Charts zeigen Gefahren für die Konjunktur

Von: Norbert Häring

Während die deutsche Wirtschaft noch wächst, verdichten sich weltweit die Anzeichen einer Rezession. Diese Sorgen sind nicht aus der Luft gegriffen.

FrankfurtSeit zehn Jahren gedeiht die deutsche Wirtschaft prächtig, und auch im noch jungen Jahr sprechen einige Faktoren für eine Fortsetzung des Aufschwungs. Dazu gehören etwa Lohn- und Rentensteigerungen und eine Entlastung der Bürger bei den Steuern.

Doch global gesehen gibt es Gegenwind: Die Weltkonjunktur droht die positiven inländischen Effekte aufzufressen. Durch den Handelskonflikt, die chinesische Wachstumsschwäche und die Brexit-Gefahr droht eine konjunkturelle Abkühlung. Diese Sieben Charts zeigen, wie sehr diese Faktoren die Wirtschaft bereits gebremst haben.

1. Einkaufmanagerindex USA

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Der vom Institut für Supply Management (ISM) per Unternehmensbefragung ermittelte Management Index ist einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren für die USA. Er misst Auftragseingang, Produktion, Beschäftigung, erhaltene Lieferungen und Lagerbestand (negativ). Ein Wert von 50 bedeutet, dass die Produktion nicht wächst, Werte darüber eine Zunahme.

Die Industrie in den USA, die von massiven Steuersenkungen der Trump-Regierung profitiert, hält sich noch recht gut. Auch wenn er noch in der Wachstumszone liegt, gab der Index zuletzt allerdings merklich nach.

2. Einkaufsmanagerindex China

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In China hat sich der von der Mediengruppe Caixin veröffentlichte Einkaufsmanagerindex im Verlauf des Jahres 2018 beständig abgeschwächt. Bei diesem Index bedeutet allerdings ein Wert von 50 nicht Stagnation, sondern geht in der Regel immer noch mit Wachstum einher.

3. Einkaufsmanagerindex Euroraum

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Der vom Umfrageinstitut Markit Economics berechnete Einkaufsmanagerindex für die Mitgliedsländer der Währungsunion hat sich im Jahresverlauf 2018 massiv verschlechtert. Mit zuletzt 51,4 Punkten zeigt er nur noch schwaches Wachstum an.

4. Ifo-Geschäftserwartungen Deutschland

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Das weltweit schwächere Wachstum bei der industriellen Produktion schlägt deutlich auf die Geschäftserwartungen in der deutschen Industrie durch. Für diese spielt der Export, insbesondere von Maschinen, eine große Rolle. Die vom Ifo-Institut abgefragten Geschäftserwartungen für die nächsten Monate liegen 2018 zum Jahresende vier Punkte niedriger als zu Beginn des Jahres.

5. Deutsche Exporte

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Die abflauende Nachfrage aus dem Ausland lässt sich bereits deutlich an der Statistik der deutschen Ausfuhren ablesen. In der zweiten Jahreshälfte 2017 nahmen die Exporte noch mit Raten um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Gegen Ende 2018 waren es nur noch rund drei Prozent.

6. Auftragseingänge

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Noch düsterer als bei den Exporten ist das Bild bei den Auftragseingängen der deutschen Industrie – und noch bedenklicher, weil das ein stärker in die Zukunft wirkender Indikator ist. Wachstumsraten von um die acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gab es noch Ende 2017.

Bis zur Jahresmitte gab es dann keinerlei Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Zum Jahresende hin lagen die Bestellungen sogar schon deutlich unter Vorjahr. Das erklärt, warum die Unternehmen sich bei Umfragen zunehmend vorsichtig zu ihren Investitionsplänen äußern: Denn wenn die Auftragspolster verschwinden, wird nicht mehr in Kapazitätserweiterungen investiert.

7. Dax

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Auch an den Börsen hat der konjunkturelle Gegenwind aus aller Welt schon gewirkt. So hat der Deutsche Aktienindex (Dax) nach einer seit Juni um 17 Prozent nachgegeben. Bis dahin war er seit Februar 2016 um 26 Prozent gestiegen.

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