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18.01.2022

18:51

Finanzmärkte

Die große Nervosität vor der Zinswende

Von: Andrea Cünnen

Die Märkte nehmen die Zinserhöhungen der US-Notenbank vorweg. Die Renditen von amerikanischen und deutschen Staatsanleihen steigen, die Börsen rutschen ab.

Die meisten Investoren erwarten, dass die zehnjährige Bund-Rendite bald im positiven Bereich festsetzen wird. Getty Images; Per-Anders Pettersson

Händler an der Börse Frankfurt

Die meisten Investoren erwarten, dass die zehnjährige Bund-Rendite bald im positiven Bereich festsetzen wird.

Frankfurt Eigentlich hat Jerome Powell alles gesagt. Der Chef der US-Notenbank (Fed) erklärte bei seiner Nominierung für eine zweite Amtszeit in der vergangenen Woche, er wolle die Inflation mit aller Macht bekämpfen. Ökonomen gehen seither davon aus, dass die Fed die Leitzinsen in diesem Jahr viermal erhöht. Genau das spiegeln die Zinserwartungen an den Terminmärkten wider.

Trotzdem steigt die Nervosität vor der am kommenden Mittwoch anstehenden nächsten Zinssitzung der Zentralbanker in Washington, obwohl eine erste Anhebung erst im März erwartet wird. Schon in wenigen Monaten könnte die Fed zudem soweit sein, auch auslaufende Anleihen nicht mehr zu ersetzen. Damit fällt eine gewaltige Nachfrage nach Zinspapieren aus.

Vor diesem Hintergrund gerieten am Dienstag Anleihe- und Aktienmärkte gleichermaßen unter Druck. Investoren verkauften Zins- ebenso wie Dividendenpapiere, und das nicht nur in den USA.

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