Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2022

18:08

Dax aktuell

Dax schließt im Plus – Deutsche Bank gewinnt drei Prozent

Von: Ingo Narat

Am Freitag legt der deutsche Leitindex mehr als ein Prozent zu und steigt auf 14.283 Punkte. Die Belastungsfaktoren am Markt bleiben aber groß.

Dax-Kurve Bloomberg Creative/Getty Images [M]

Dax-Kurve

Der deutsche Leitindex befindet sich in diesem Jahr im Abwärtstrend – trotz der jüngsten Erholung.

Frankfurt Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Freitag freundlich nach den abschüssigen Tendenzen der Vortage. Zum Handelsschluss belief sich das Plus beim Stand von 14.283 Punkten auf 1,46 Prozent. Auf Wochensicht gesehen, bedeutet das für den Dax dennoch ein Minus von 1,1 Prozent.

Der MDax stieg um 1,4 Prozent auf 30.830 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,3 Prozent. Damit scheinen sich die momentanen wirtschaftlichen und politischen Krisen zunächst nicht weiter kursbelastend auszuwirken.

Der Dax wage einen neuen Erholungsversuch, stellte Christian Henke vom Broker IG fest. „Allerdings könnte dieses Unterfangen letztendlich misslingen.“ Zu groß sind Börsianern zufolge die aktuellen Belastungsfaktoren am Markt.

Analysten sehen momentan viele Risiken. Stichworte sind der anhaltende Ukrainekrieg, die steigenden Rohstoffpreise, hohe Inflation und die Erwartung weiter steigender Zinsen in den USA. Für Gesprächsstoff sorgte die Einigung auf ein weiteres EU-Sanktionspaket, das erstmals auch Energielieferungen aus Russland betrifft. Der EU-Beschluss sieht ein Verbot russischer Kohlelieferungen vor.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Gefahr einer weltweiten Rezession steigt, zusätzlich getrieben von der restriktiven Covid-Bekämpfung in China mit ihren wirtschaftlichen Folgen.

    Aus deutscher Perspektive scheinen die allgemeinen Belastungsfaktoren nicht allzu bedrohlich zu sein. Der sogenannte Volatilitäts-Index liegt deutlich unter seinem Niveau von Anfang März. Die Messlatte spiegelt die kurzfristigen Indexerwartungen der Anleger wider, abgeleitet aus den Preisen für Dax-Optionen.

    An den europäischen Märkten stehen Bankentitel nicht nur als Profiteure steigender Zinsen dank höherer Gewinne im Kreditgeschäft im Fokus. An der Mailänder Börse sorgt der Einstieg der Crédit Agricole bei der Banco BPM für einen Kurssprung. Die Aktien des italienischen Geldinstituts springen um mehr als 10 Prozent, während die Titel der Crédit Agricole in Paris im Tagesverlauf ihre Gewinne von bis zu zwei Prozent wieder abgegeben haben. Im Dax gehört die Deutsche Bank mit drei Prozent Plus zu den größeren Gewinnern.

    Anleger sind weniger ängstlich

    Die asiatischen Börsen hatten am Freitag vor dem Start des europäischen Handels die Woche mit einem leichten Verlust beendet. Ausschlaggebend war nach Einschätzung von Experten die globale Lage. „Die vergangenen zwei Jahrzehnte brachten niedrige Inflation und eine relativ friedliche Welt. In Zukunft können geopolitische Konflikte immer volatiler werden und sich stärker auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken“, sagte Lirong Xu, Chef-Anlagestratege bei Franklin Templeton Sealand Fund Management in Schanghai.

    Am Devisenmarkt verhärtete sich die Schwäche des Euros. Die Europäische Gemeinschaftswährung gab weiter auf unter 1,09 Dollar nach. Sie nähert sich damit unter dem Eindruck der Zinserhöhungserwartungen in den USA ihrem Tief von vor zwei Jahren an. Im vergangenen Sommer waren für den Euro noch mehr als 1,22 Dollar gezahlt worden.

    Die Rubel-Rally nahm erneut an Fahrt auf. Der Euro verbilligte sich in der Spitze um knapp drei Prozent auf 79,11 Rubel. Die russische Währung notierte damit so hoch wie seit Juli 2020 nicht. Auch zum Dollar war der Rubel weiter auf Erholungskurs. Die US-Währung fiel um 1,5 Prozent auf 74,58 Rubel.

    Blick auf Einzelwerte

    Scout24: Spekulationen über ein Interesse von Finanzinvestoren beflügeln die Aktien der Immobilienanzeigen-Plattform Scout24. Die Papiere legen am Freitag rund 13 Prozent zu auf 59,24 Euro, das ist der höchste Kurs seit fast drei Monaten. Scout24 kommt damit auf einen Börsenwert von rund 4,3 Milliarden Euro.

    K+S: Nach einer Hochstufung von JP Morgan steigen die Papiere des Düngemittelherstellers auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Sie klettern um mehr als neun Prozent auf 32,42 Euro. Die Analysten von JP Morgan haben die Titel auf „Overweight“ von „Underweight“ hochgesetzt und das Kursziel von 12,50 auf 44,50 Euro erhöht. Seit Jahresanfang haben K+S bereits mehr als 90 Prozent an Wert zugelegt.

    CTS Eventim: Anleger folgen einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank und greifen bei CTS Eventim zu. Die Aktien des Ticketverkäufers steigen im MDax um über acht Prozent auf 65,35 Euro. Die Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen vom Comeback der Veranstaltungsbranche nach der Pandemie profitieren dürfte. Die Berenberg Bank stufte die Titel hoch auf „Buy“ von „Hold“.

    Evotec: Die Biotechfirma erhält 16 Millionen Dollar von ihrem Partner Bristol-Myers-Squibb im Zusammenhang mit einer Neurologie-Kooperation. Der Kurs des MDax-Mitglieds Evotec steigt zeitweise mehr als drei Prozent, fällt aber anschließend unter das Vortagesniveau zurück.

    Aareal Bank: Den milliardenschweren Übernahmeplänen der Finanzinvestoren Advent und Centerbridge für den im SDax gelisteten Immobilienfinanzierer steht nichts mehr im Wege. Am Donnerstag hatte die Finanzaufsicht Bafin grünes Licht für das offizielle Übernahmeangebot gegeben. Die Aareal-Aktionäre können es von Ende April an annehmen. Der Kurs reagiert darauf kaum.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

    Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

    Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

    Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

    ×