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07.12.2021

18:14

Dax aktuell

Dax schließt mehr als 400 Punkte höher – Technologiewerte sind gefragt

Von: Jürgen Röder

Die Virusvariante Omikron scheint am Markt ihren Schrecken zu verlieren. Mit dem deutlichen Plus dürfte der Dax die Grundlage für einen neuen Aufwärtstrend gelegt haben.

Dax-Kurve Bloomberg Creative/Getty Images [M]

Dax-Kurve

Wie entwickelt sich der deutsche Leitindex 2023?

Düsseldorf Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag weiter aufwärts: Der Dax schloss 2,8 Prozent im Plus bei 15.814 Punkten. Bereits der gestrige Montag war konstruktiv verlaufen, als der deutsche Leitindex mit 1,4 Prozent im Plus bei 15.380 Punkten aus dem Handel ging.

Mit der aktuellen Notierung hat die Frankfurter Benchmark die Handelsspanne der vergangenen Woche überwunden, die bei 15.540 Punkten auf der Ober- und 15.105 Stellen auf der Unterseite liegt.

Das ist die Grundlage für einen neuen Aufwärtstrend auf Wochenbasis, der anhand steigender Hochs und höherer Tiefpunkte definiert wird. Der erste Punkt, ein neues Hoch gegenüber der Vorwoche, wurde am heutigen Dienstag bereits erreicht.

Diese beiden Marken aus der Vorwoche haben eine höhere Relevanz als üblich, weil der Dax am Freitag, dem 26. November, wegen des Auftauchens der Omikron-Variante in der Öffentlichkeit um 660 Punkte abgerutscht war und der Index in der folgenden Woche von Investoren quasi neu bewertet werden musste.

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    Derzeit dominiert die Sichtweise, dass Omikron die Wirtschaft zwar kurzfristig ausbremst, aber kaum mittelfristige Konsequenzen haben wird. Und da an der Börse die Zukunft gehandelt wird, kaufen Anlegerinnen und Anleger wieder Aktien.

    Aus technischer Sicht stand die 200-Tage-Linie im Fokus, die aktuell bei 15.423 Punkten notiert und am heutigen Handelstag überwunden wurde. Diese Durchschnittslinie wird vor allem von langfristig orientierten Investoren beachtet.

    Zudem hat der Dax begonnen, die große Kurslücke vom 26. November zu schließen. Diese lag zwischen 15.865 Punkten (tiefster Stand am Donnerstag, 25. November) und 15.540 Zählern, der höchsten Notierung am drauffolgenden Freitag. Das deutet darauf hin, dass die Anleger die Auswirkungen der neuen Virusvariante langsam abhaken. Diese Lücke wurde aufgerissen, weil der Markt aufgrund von Meldungen über die neue Virusvariante außerhalb der Handelszeiten neu bewertet wurde.

    Am Aktienmarkt gehörten die Technologiewerte zu den Favoriten. Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Sektor von Intels Plan, die Tochter Mobileye an die Börse zu bringen. Einem Insider zufolge könnte der Anbieter von Fahrassistenz-Systemen mit mehr als 50 Milliarden Dollar bewertet werden.

    Zu den Tagesgewinnern zählten am Dienstag vor allem die Autobauer VW und Porsche. Aktien beider Unternehmen legten im Tagesverlauf um jeweils deutlich über acht Prozent zu. Die Streitigkeiten um Vorstandschef Diess hatten die VW-Aktien in den vergangenen drei Monaten über 15 Prozent abrutschen lassen.

    Am Dienstag wurde jedoch bekannt, dass sich beim Autobauer eine neue Aktionärsstruktur anbahnt. Um das nötige Kapital für den Konzernumbau hin zu Elektromobilität einzunehmen, bereitet Europas größter Autobauer den Börsengang seiner Sportwagentochter Porsche vor. Käufer sollen die Eigentümerfamilien Piëch und Porsche sein. Sie erwägen den Kauf eines nennenswerten Aktienpakets an Porsche über die Porsche Automobil Holding SE, über die sie auch die Mehrheit an Volkswagen halten.

    Blick auf weitere Einzelwerte

    Service: Folgen Sie News zu den Dax-Konzernen

    Service

    Folgen Sie News zu den Dax-Konzernen

    BASF: Anleger decken sich nach einer Hochstufung mit den Aktien ein. Die Titel des Chemiekonzerns steigen um 2,7 Prozent. JP Morgan setzte die Aktie auf „overweight“ von zuvor „neutral“.

    Merck/Palantir: Ein geplantes Joint-Venture zwischen den beiden Unternehmen ermuntert Anleger zum Einstieg. Die Aktien des Pharma- und Spezialchemie-Konzerns steigen an der deutschen Börse um 2,1 Prozent und diejenigen der US-Datenanalysefirma an der Wall Street um gut vier Prozent. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen sollen die Probleme bei der Belieferung von US-Chipherstellern mit Grundstoffen gelöst werden.

    Ölpreise steigen wieder

    Die abnehmende Furcht vor den Folgen der Coronavariante Omikron lässt Anleger bei Rohöl zugreifen. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um vier Prozent auf 76,04 Dollar je Barrel, nachdem der Preis zum Wochenauftakt um knapp fünf Prozent gestiegen ist. Die Angst vor erneuten Beschränkungen wegen der Omikron-Variante hatte vergangene Woche den Ölpreisen zugesetzt.

    Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.

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