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15.11.2021

23:02

Wall Street

Gedämpfte Stimmung an der Wall Street – Tesla-Aktie setzt Talfahrt fort

PremiumBei den US-Anlegern sind zum Wochenstart Technologiewerte gefragt. Der E-Autobauer Tesla kann davon allerdings nicht profitieren. Zudem sorgt ein Tweet für Aufsehen.

Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe. Reuters

Börse in New York

Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe.

Frankfurt US-Anleger haben sich zum Wochenstart mit Aktienkäufen zurück gehalten. Angesichts anziehender Anleiherenditen gerieten vor allem Technologie-Aktien unter Druck. Der technologielastige Nasdaq-Index ging am Montag mit 15.853 Zählern kaum verändert aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P 500 traten ebenfalls auf der Stelle. Sie beendeten den Handel mit 36.087 beziehungsweise 4682 Punkten.

„Die Wall Street ist völlig darauf fixiert, was auf dem Anleihenmarkt passiert“, sagte Analyst Ed Moya vom Online-Broker Oanda. Die steigenden Renditen signalisierten, dass an den Börsen eine Unsicherheit darüber herrsche, ob die US-Notenbank Fed mit ihren Zinserhöhungsplänen womöglich etwas spät dran sei. Angesichts einer rapide zunehmenden Inflation müsse sie womöglich früher die Zinsen erhöhen als bislang geplant.

Den größten Auftrieb erhielt der Dow-Jones-Index von Boeing, die um mehr als fünf Prozent zulegten. Anleger freuten sich über eine Bestellung der Fluggesellschaft Emirates über zwei 777-Frachtmaschinen. Zudem verhandelte Saudi Arabian Airlines mit dem US-Flugzeugbauer über eine Bestellung von Großraumflugzeugen.

Dagegen setzten Tesla ihre Talfahrt aus der Vorwoche fort und verloren zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent. Damit rutschte der Börsenwert des Elektroautobauers unter die Marke von einer Billion Dollar. Am Ende betrug das Minus bei den Aktien 1,9 Prozent.

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    Für Unruhe bei Anlegern sorgte ein an US-Senator Bernie Sanders gerichteter kryptischer Tweet von Konzernchef Elon Musk, in dem Musk fragte, ob Sanders wolle, dass er noch mehr Aktien veräußere. Da Musk bisher nur etwa drei Prozent seiner Tesla-Aktien abgestoßen hat, werden weitere Verkäufe erwartet. Musk hatte nach einer Twitter-Abstimmung die Veräußerung von zehn Prozent seiner Anteile in Aussicht gestellt und damit eine Verkaufswelle ausgelöst.

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    Die globalen Wachstums- und Inflationssorgen trieben den als sicheren Hafen angesehenen Dollar zeitweise auf ein 16-Monats-Hoch. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, erreichte mit 95,287 Punkten den höchsten Stand seit Juli 2020. Im Gegenzug fiel der Euro zum Dollar auf ein 16-Monats-Tief.

    Mit Spannung warteten Investoren auf die am Dienstag anstehenden Daten zu den Einzelhandelsumsätzen für Oktober. Anleger versprechen sich Aufschluss auf die Auswirkungen der Inflation auf die Ausgaben der Verbraucher.

    Im Fokus stehen in dieser Woche auch die Quartalsberichte großer US-Einzelhändler wie Walmart, Target, Home Depot und Macy's. „Die Inflation wird den Einzelhändlern wahrscheinlich etwas helfen, weil einige dieser großen Unternehmen in der Lage sind, die Preise zu erhöhen und ihre Gewinnspannen zu halten“, sagte Robert Pavlik, Portfoliomanager bei Dakota Wealth.

    Einzelwerte im Blick

    Chevron: Der Ölkonzern profitiert von einer Kaufempfehlung der schweizerischen Großbank UBS und zogen um gut zwei Prozent an. Analyst Jon Rigby hatte seine Schätzungen für den Ölpreis bis 2025 deutlich angehoben.

    Dollar Tree: Die Anteilscheine der Billighandelskette schnellten um mehr als 14 Prozent in die Höhe, nachdem sie im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreicht hatten. Hier sorgte ein Bericht des „Wall Street Journal“ für Euphorie. Dem Blatt zufolge hält der aktivistische Investor Paul Hilal über seine Anlagegesellschaft Mantle Ridge Dollar Tree-Aktien im Wert von mindestens 1,8 Milliarden US-Dollar und wäre damit direkt einer der beiden größten Anteilseigner.

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