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13.05.2022

22:31

Wall Street

US-Börsen erholen sich – Nasdaq schließt 3,7 Prozent im Plus

Auf Wochensicht steuern die wichtigen Indizes weiterhin auf ein Minus von bis zu drei Prozent zu. Anleger bangen um Musks Twitter-Deal. Gefragt sind heute Duolingo und Robinhood.

Die Anleger an der Wall Street zeigen sich zurückhaltend. Reuters

Straßenschild an der Wall Street

Die Anleger an der Wall Street zeigen sich zurückhaltend.

New York Nach einer bis Donnerstag sehr schwachen Börsenwoche ist den US-Aktien am Freitag eine Stabilisierung gelungen. Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zum Zinserhöhungskurs beruhigten die Anleger ein wenig. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 1,47 Prozent auf 32.197 Punkten. Auf Wochensicht steht gleichwohl ein Verlust von gut zwei Prozent zu Buche. Am Vortag war der Dow auf den tiefsten Stand seit März vergangenen Jahres abgesackt.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am letzten Handelstag der Woche um 2,39 Prozent auf 4024 Punkte aufwärts. Noch größer waren die Kursgewinne an der von Technologieunternehmen dominierten Börse Nasdaq. Der Nasdaq 100 erholte sich um 3,70 Prozent auf 12.387 Punkte. Aber auch hier summierten sich die Verluste auf Wochensicht auf fast zweieinhalb Prozent.

Die Belastungsfaktoren, die die Kurse in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt hatten, sind nicht verschwunden: Der Ukrainekrieg tobt weiter, die US-Notenbank Fed ist mitten in einem Zinserhöhungszyklus und China kämpft mit strengen Lockdowns gegen das Wiederaufflammen der Coronavirus-Pandemie.

„Das ist wahrscheinlich eher der Versuch, ein Schnäppchen zu machen“, erklärte Tom Martin, leitender Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Globalt die Kursgewinne am Freitag. „Es gibt noch nicht wirklich die Art von Beweisen, die darauf hindeuten, dass dies der Markttiefpunkt ist, es deutet darauf hin, dass wir nahe dran sind, aber es muss wahrscheinlich noch etwas mehr Schmerz geben.“

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    Ölpreis zieht wieder an – Bitcoin auf Erholungskurs

    Am Rohölmarkt schob die Diskussion um ein EU-Embargo russischer Öl-Lieferungen die Preise erneut an. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 3,86 Prozent auf 111,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Allerdings bremsten Spekulationen auf eine geringere Nachfrage beim Top-Abnehmer China wegen der dortigen Konjunkturrisiken den Anstieg, sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI.

    „Investoren warten auf ein Licht am Ende des chinesischen Lockdown-Tunnels.“ Die sinkenden Fallzahlen auf der einen und die wiederholte Verschärfung der Pandemie-Beschränkungen auf der anderen Seite tauchten sie in ein Wechselbad der Gefühle.

    Bitcoin-Anleger nutzten die jüngsten Kursverluste ebenfalls zum Wiedereinstieg. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise gewann fünf Prozent auf rund 29.900 Dollar. „Abzuwarten bleibt, ob sich der Erholungsversuch nachhaltig ausgestaltet“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. „Sämtliche zuletzt zu beobachtende Gegenbewegungen waren temporärer Natur und wurden regelmäßig wieder abverkauft.“

    Schnäppchenjäger sind heute vor allem im Tech-Sektor unterwegs. Die Wachstumsaktien Microsoft, Apple, Google-Eigentümer Alphabet, Amazon.com und Nvidia legten im Handelsverlauf zwischen drei und neun Prozent zu, nachdem sie die meiste Zeit der Woche gefallen waren.

    Einzelwerte im Fokus

    Twitter: Bei den Unternehmen steht Twitter im Fokus. Die Aktien brechen zeitweise um rund elf Prozent ein – und liegen zum Handelsschluss mehr als neun Prozent im Minus. Tesla-Chef Musk legte die 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme auf Eis und begründete dies mit noch fehlenden Informationen zur Zahl der Spam- und Falschkonten bei dem Kurznachrichtendienst.

    United Airlines: Die Aktien der US-Fluggesellschaft United Airlines klettern um 4,2 Prozent. Eine grundsätzliche Einigung mit der Pilotengewerkschaft über neue Vertragsbedingungen treibt die Papiere an.

    Tesla: Die Papiere von Tesla gewinnen 5,7 Prozent. „Die Aktien von Tesla reagieren mit einer gewissen Erleichterung auf die Möglichkeit, dass Vorstandschef Musk weniger seiner Anteile verkaufen müsste, um den Kauf von Twitter zu finanzieren, und mehr Zeit hätte, sich auf die Leitung des weltgrößten Elektrofahrzeugherstellers zu konzentrieren“, sagte Ben Laidler, Marktstratege vom Broker eToro.

    Affirm Holdings: Affirm meldete einen Quartalsverlust von 19 Cents pro Aktie. Analysten hatten zuvor mit einem Verlust von 51 Cents gerechnet. Der Umsatz des Fintech-Unternehmens übertraf die Prognosen. Affirm hebt daraufhin seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an und kündigte die Verlängerung seiner laufenden Partnerschaft mit dem E-Commerce-Plattformbetreiber Shopify an. Die Aktie klettert um 31 Prozent nach oben.

    Handelsblatt Live

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    Handelsblatt Live: Wall-Street-Experte Koch: „Will Elon Musk beim Twitter-Deal neu verhandeln?“

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    Duolingo: Die Aktien des Sprachsoftwareanbieters steigt um 34,02 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen einen geringeren Quartalsverlust und einen besser als erwarteten Umsatz gemeldet. Die Zahl der aktiven Nutzer, hat laut Duolingo ein Allzeithoch erreicht. Das Unternehmen gab außerdem eine optimistische Umsatzprognose für das laufende Quartal ab.

    Robinhood Markets: Im Finanzsektor schießen die Papiere der Brokerage-App Robinhood Markets dank eines neuen Großaktionärs um knapp 25 Prozent nach oben. Samuel Bankman-Fried, Geschäftsführer und Gründer der Kryptowährungsbörse FTX, legte einen Anteil in Höhe von 7,6 Prozent an der Firma offen.

    Figs: Die Aktie des Unternehmens für Gesundheitskleidung stürzt um 24,9 Prozent ab, nachdem Figs mit seinen jüngsten Quartalsergebnissen die Schätzungen verfehlt und eine schwächer als erwartete Prognose für das Gesamtjahr abgegeben hatte.

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