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03.05.2022

23:30

Wall Street

US-Börsen legten zum Handelsschluss zu – Aktie von Western Digital stieg nach Spekulationen über Abspaltung

PremiumVor dem Zinsentscheid am Mittwoch wurden vor allem Bank-Titel und einige Tech-Aktien gekauft. Investoren fragen sich, was die Fed für die nächsten Monate ankündigen wird.

Anleger suchen ihr Heil in „sicheren Häfen“. Reuters

Wall Street

Anleger suchen ihr Heil in „sicheren Häfen“.

Frankfurt Einen Tag vor der erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed haben sich die Anleger an der Wall Street mit Bedacht vorangewagt. In die Depots wanderten vor allem Finanzwerte und ausgewählte Tech-Aktien. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 33.128 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 12.563 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 4175 Punkte zu.

Neben durchwachsenen Firmenbilanzen warf vor allem die Notenbanksitzung ihre Schatten voraus. Es gilt an den Börsen als ausgemacht, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt anheben wird. „Der Blick nach vorne dürfte wichtiger sein als das, was sie tun werden“, sagte Anlageexperte Randy Hare von der Huntington National Bank. „Die Fed befindet sich in einer Position, in der sie in Sachen Inflation hinterherhinkt. Wenn sich die Dinge also nicht verlangsamen, müssen sie aggressiver vorgehen.“

Derzeit treibe die Investoren die Frage um, welcher Faktor die Oberhand behalten: die Inflation, die Rezession oder die Stagflation, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Mit Stagflation bezeichnen Experten eine stagnierende Wirtschaft bei gleichzeitig steigender Inflation.

Staatsanleihen flogen vor diesem Hintergrund aus den Depots. Die zehnjährigen US-Bonds rentierten wie zu Wochenbeginn bei bis zu 3,01 Prozent, dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. „Die US-Notenbank steht vor dem Beginn aggressiver Zinserhöhungen, während die Konjunktur in China und der EU schwächelt“, sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Die anziehenden Bondrenditen machten Bankentitel für Anleger attraktiver. Die Aktien der Finanzhäuser JP Morgan und Goldman Sachs stiegen zwischen 1,4 und 2,1 Prozent.

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    Im Rohstoffsektor bereiteten den Investoren vor allem die Corona-Lockdowns in China Sorgen. Die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage des weltgrößten Abnehmers drückte den Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 105,07 Dollar je Barrel (159 Liter).

    Einzelwerte im Fokus

    Estee Lauder: Bei den Verlierern stach Estee Lauder mit einem Minus von fast sechs Prozent hervor. Der US-Kosmetikkonzern wird vom Ukrainekrieg und den Covid-Beschränkungen in China belastet und kassiert seine Jahresziele. Der Hersteller von MAC-Lippenstiften und Bobbi-Brown-Grundierungen rechnet 2022 noch mit einem Umsatzplus von sieben bis neun Prozent statt mit 13 bis 16 Prozent.

    Western Digital: Spekulationen auf die Abspaltung von Unternehmensteilen befeuerten den Aktienkurs von Western Digital um mehr als vierzehn Prozent. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management drängt den Konzern für Speicherlösungen zu einer strategischen Neuausrichtung.

    Airbnb: Das in San Francisco ansässige Unternehmen sagte nach US-Börsenschluss einen Umsatz zwischen 2,0 und 2,1 Milliarden Dollar für das laufende zweite Quartal voraus. Experten gehen dagegen von 1,96 Milliarden Dollar aus, wie aus Refinitiv-Daten hervorgeht. Im abgelaufenen ersten Quartal stieg der Umsatz um 70 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Experten hatten einen Anstieg um knapp 64 Prozent vorhergesagt. Airbnb meldete zudem einen kleineren Nettoverlust von 18,8 Millionen Dollar verglichen mit minus 1,17 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Airbnb-Aktie lag im nachbörslichen Handel 4,6 Prozent im Plus.

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