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24.05.2022

00:40

Wall Street

US-Börsen schließen im Plus – Bankenwerte nach Zins-Ankündigungen im Plus

PremiumDie Anleger an der Wall Street starten optimistisch in die neue Handelswoche. Besonders Aktien von Banken und Arzneimittel-Herstellern sind gefragt – Snap rutscht nachbörslich ab.

Sorgen vor Zinserhöhungen belasten die Wall Street. AP

New Yorker Börse

Sorgen vor Zinserhöhungen belasten die Wall Street.

Frankfurt, New York An der Wall Street haben sich die Anleger nach den Verlusten in der alten Woche am Montag wieder an Aktienkäufe herangewagt. Der Dow Jones gewann zwei Prozent auf 31.880 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,6 Prozent auf 11.535 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,9 Prozent auf 3974 Punkte zu. "Heute gibt es eine Gegenbewegung zu den Ausverkäufen der vergangenen Monate. Die Märkte suchen hier nach einem handelbaren Boden in einer potenziellen Bärenmarktrally", sagte Jeff Schulze, Anlagestratege bei ClearBridge Investments. Seit Jahresbeginn hat der S&P rund 18 Prozent verloren.

Anziehende Bondrenditen halfen US-Finanzwerten auf die Beine. Die US-Notenbank Fed signalisierte zuletzt, bei den kommenden beiden Sitzungen die Zinsen jeweils um einen halben Prozentpunkt erhöhen zu wollen. Nach optimistischeren Ertragszielen nahmen die Aktien von JPMorgan besonders Fahrt auf und legten 6,1 Prozent zu. Im Rahmen einer Investorenkonferenz hob die Großbank ihre Prognose für Zinserträge an und bekräftigte ihr Rentabilitätsziel. Der Kreditgeber rechnet mit einem Nettozinsertrag exklusive des Marktsegmentes (NII) von 56 Milliarden Dollar in diesem Jahr. "Es gibt einen gewissen Optimismus, dass zu viel Negativität mit Blick auf die nächsten Quartale und das Ertragspotenzial der Banken eingepreist worden ist", sagte Schulze.

Anleger von Electronic Arts setzen auf eine anstehende Übernahme und kaufen zu. Die Aktien des Videospiele-Herstellers gewannen 2,3 Prozent. Auf der US-Internetseite "Puck News" hieß es, es habe sondierende Gesprächen mit großen Medienkonzernen gegeben. Unter den potenziellen Käufern sollen unter anderem Disney, Apple und Amazon gewesen sein. Comcast-Chef Brian Roberts sei an Electronic Arts herangetreten und habe eine Abspaltung von NBCUniversal mit anschließender Fusion der Medien- und Spiele-Giganten vorgeschlagen.

Übernahme-Spekulationen trieben auch die Aktien des Cloud-Dienstleisters VMWare um knapp ein Viertel nach oben. Medienberichten zufolge ist der Chip-Hersteller Broadcom in Gesprächen, um sich das Unternehmen einzuverleiben. Die Papiere von Broadcom fielen um knapp 3,1 Prozent.

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    Einzelwerte im Fokus:

    Electronic Arts: Die Aktien von EA steigen um 2,5 Prozent. Zuvor hatte Puck News berichtete, dass das Unternehmen aktiv nach einem Käufer oder Fusionspartner suche. EA habe Berichten zufolge unter anderem Gespräche mit Walt Disney, Apple und Amazon geführt.

    Snap: Die Betreiberfirma der Foto-App Snapchat rechnet angesichts eines wirtschaftlichen Abschwungs mit schwächerem Wachstum. Es sei wahrscheinlich, dass die Umsatz- und Gewinnziele im laufenden Quartal verfehlt werden, erklärte Snap am Montag (Ortszeit) in einer Börsenmitteilung. Seit der letzten Prognose im April habe sich das konjunkturelle Umfeld weiter verschlechtert. Bei Anlegern kam die Warnung nicht gut an - die Aktie stürzte nachbörslich zeitweise um fast 30 Prozent ab.

    Game Stop: Der Videospielhändler hat eine digitale Geldbörse für Kryptowährungen und NFTs eingeführt. Die Aktien fallen um zunächst 1,6 Prozent, schließen schließlich jedoch 0,5 Prozent fester.

    Boeing: Das Starliner-Raumschiff von Boeing hatte am Wochenende erfolgreich an die Internationale Raumstation angedockt. Die Aktie steigt um rund 2,7 Prozent.

    Autodesk: Die Aktie fällt in der Spitze um mehr als acht Prozent. Die Royal Bank of Canada (RBC) hatte zuvor das Kursziel für die Aktie von 295 US-Dollar pro Aktie auf 255 US-Dollar gesenkt. RBC sagte, das Unternehmen für Designsoftware müsse Konsistenz in seinen Ergebnissen herstellen, um das Vertrauen der Anleger zu stärken.

    Didi: Indes besiegelten die Eigner des chinesischen Fahrdienstvermittlers Didi den geplanten Rückzug von der Wall Street. Der Uber-Konkurrent hatte mit seinen Börsenplänen den Unmut der chinesischen Behörden auf sich gezogen. Die Aktien von Didi notierten am Montag in New York vier Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn haben sie mehr als 70 Prozent verloren.

    GeoVax Labs: Die Aktien der Pockenimpfstoff- und Arzneimittel-Herstellers GeoVax Labs schossen um fast 67 Prozent nach oben. Die USA haben ihren dritten Verdachtsfall einer Virusinfektion mit Affenpocken identifiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit steigenden Zahlen und weitet die Überwachung auf Länder aus, in denen die Krankheit normalerweise nicht auftritt.

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