Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.04.2017

13:34 Uhr

Nobel-Stiftungschef Lars Heikensten

„Wir legen für die Ewigkeit an“

VonIngo Narat

Als Leiter der Nobel-Stiftung muss Lars Heikensten 400 Millionen Euro gewinnbringend anlegen, die Preisgelder wollen schließlich auch in ferner Zukunft bezahlt werden. Ein Gespräch über gefährliche Finanzmärkte, seine Liebe zu Hedgefonds und einen abwesenden Bob Dylan.

Er hält Aktien, Anleihen und Immobilien für teuer. Bernd Roselieb für Handelsblatt

Lars Heikensten

Er hält Aktien, Anleihen und Immobilien für teuer.

Er spricht langsam, bewegt sich bedächtig. Schnelligkeit und Hektik sind seine Sache nicht. Kein Wunder, denn Lars Heikensten denkt in Zeithorizonten, die dem Normalmenschen fremd sind. Als Chef der schwedischen Nobel-Stiftung muss er mit dem Kapital von 400 Millionen Euro so umgehen, dass damit auch die Preisgelder in der fernen Zukunft bezahlt werden können. Eine sehr langfristige Strategie ist gefragt. Am Rande eines Investorenkongresses in Frankfurt beschreibt der Mann aus Stockholm, wie er das Problem anpackt. Der frühere Notenbanker macht vieles anders, als man es von Großinvestoren gewohnt ist.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Edelgard Kah

28.03.2017, 16:43 Uhr

Man kann beispielsweise mit dem Kohlehandel eine Menge Geld verdienen. Oder auch verlieren. Kommt ganz darauf an, ob man etwas davon versteht oder nicht.

Für die Geldanlage gilt ähnliches. Es gibt eine größere Zahl von Anlageklassen. Überall ein wirklicher Experte sein, kann niemand . Deshalb muß man sich spezialisieren.Sich vielleicht in zwei oder drei Anlageklassen einarbeiten und dann von diesen wirklich viel verstehen.

An den Anlageklassen Aktien und Anleihen kommt niemand vorbei. Man kann damit sein gesamtes Depot bestücken. Aber in Baisse-Jahren Aktien zu verkaufen, ist alles andere als professionell.

Äußerst unwohl ist mir bei dem Gedanken, 38 % meiner Ersparnisse in "Alternative Anlagen" (hauptsächlich Hedge Fonds und Private Equity) anzulegen. Diese Anlageformen sind mir zu illiquide und vor allem zu intransparent. Es ist, wie wenn ich einem fremden Menschen meine Ersparnisse anvertraue und darauf hoffe, dass er mein Geld vermehrt. Glaube, Hoffnung, Zuversicht sind christliche Tugenden. Aber bei der Geldanlage haben sie nichts verloren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×