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Notenbank

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Auch Frankreich schielt auf Chefvolkswirt-Posten

Wie aus dem Finanzministerium in Berlin verlautet, liebäugelt Frankreich auch jetzt wieder mit der jüngsten Vakanz in der EZB, dem Posten des Chefvolkswirts, den EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark zum Jahresende räumen wird. Stark hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass er die EZB „aus persönlichen Gründen“ verlassen wird. Seine offizielle Amtszeit wäre bis Ende Mai 2014 gelaufen.

Die Bundesregierung will aber nach Informationen des Handelsblatts daran festhalten, auch künftig wieder den Chefvolkswirt der EZB zu stellen, offenbar eine Art Besitzstandswahrung. Denn vor Stark leitete Otmar Issing acht Jahre lang das Ressort, der erste Chefvolkswirt der EZB.

Eine elegantere Lösung wäre es freilich, wenn der deutsche Nachfolger von Stark, Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen, nicht die Generaldirektion „Volkswirtschaft“, sondern den Bereich „Internationale und europäische Beziehungen“ übernehmen würde.

Im EZB-Direktorium soll kein Land zwei Posten bekommen.

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    Dieser Bereich wird zurzeit noch von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi geleitet. Da in dem Gremium eine Nationalität nicht zweimal vertreten sein soll, wird für ihn bei Amtsantritt von Draghi eine Lösung gesucht. Regulär läuft sein Vertrag bis Mai 2013. Von Bini Smaghi ist bekannt, dass er gerne Draghis Nachfolger in der Banca d'Italia würde. Premierminister Silvio Berlusconi hat aber drei mögliche Kandidaten genannt, über die die Regierung „sehr bald“ entscheiden will: Bini Smaghi, Fabrizio Saccomanni, Generaldirektor der Banca d'Italia, und Vittorio Grilli, Generaldirektor des Wirtschaftsministeriums. Bisher lief alles auf Saccomanni hinaus. Berlusconi höre aber neuerdings sehr auf Draghi, heißt es in Italien. Wenn er Bini Smaghi empfehle, wäre das Problem gelöst. Es kursiert aber auch noch ein anderes Jobangebot für ihn: Chef der italienischen Antitrust-Behörde.

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