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12.06.2019

16:33

Depot-Strategien: Individuelle Einschätzungen der Markt-Experten

Die Handelsblatt-Musterdepots und ihre Manager

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Torsten Johannsen.

Privatbank-Musterdepot

Wie Politik die Börse beeinflusst

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Johannsen beschäftigt sich mit zwei Börsenweisheiten.

Das Privatbank-Depot: Torsten Johannsen, Otto M. Schröder Bank

Torsten Johannsen

Sind Börsenweisheiten wahr oder unwahr? „Sell in may and go away“ – dies gilt, gemessen am Dax, wohl auch in diesem Jahr. Zumindest haben Investoren bislang nichts falsch gemacht, sollten sie Aktien verkauft haben. Erst an den letzten drei Börsentagen im Mai fiel der Dax unter 12 000 Punkte, aktuell liegt er knapp über dieser Marke.

„Politische Börsen haben kurze Beine“ lautet eine andere Regel, die in diesen Tagen nur bedingt zutrifft. So wird sich zwar die Veränderung an der Spitze der SPD wohl nur dann an der Börse auswirken, wenn in der Folge die Große Koalition keinen Bestand mehr haben sollte. In den USA hingegen sorgt Donald Trump mit regelmäßigen Tweets zur Zinspolitik der Fed oder zum Handelsstreit sehr wohl dafür, dass an den Weltbörsen Gewinne mitgenommen werden und Investoren sich mit neuen Engagements zurückhalten. Daher könnte sich die Politik diesmal durchaus länger auf die Börse auswirken. Wir halten daher weiter unser Pulver trocken.

Grafik

Depot Johannsen

Der Anleger

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Torsten Johannsen hat allerdings das Depot zum 17. März 2019 von Sönke Niefünd übernommen, der wiederum zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen hatte. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

12.06.2019, 17:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Johannsen,

das Sprichwort "sell in May..." gilt doch wohl für die Monate Mai bis September. Weil dem so ist erscheint es mir entschieden zu früh, schon heute Bilanz ziehen oder eine Vermutung treffen zu wollen.

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