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05.04.2018

07:56

Bitcoin und Ether: Die Krypto-Märkte befinden sich im freien Fall dpa

Bitcoin

Für Besitzer der Kryptowährung gab es am Mittwoch erneut schlechte Nachrichten.

Bitcoin und Ether

Die Krypto-Märkte sind im freien Fall

Von: Astrid Dörner

Virtuelle Währungen wie Bitcoin und Ether rutschen weiter ab. Schuld ist unter anderem die Angst vor einem Handelskrieg.

New YorkSchon wieder schlechte Nachrichten aus der Krypto-Welt. Der Bitcoin verlor am Mittwoch rund acht Prozent und rutschte unter die wichtige Marke von 7.000 Dollar.

Ether, hinter Bitcoin die zweitgrößte virtuelle Währung, verlor gut sieben Prozent und war in der Nacht zum Donnerstag nur noch 384 Dollar wert. Ripple, die Nummer drei, verlor gut sechs Prozent und kostete knapp 51 Cents.

„Die Krypto-Märkte suchen weiter nach dem Boden“, attestiert das Analysehaus Weiss, das sich auf Kryptowährungen spezialisiert hat.

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Anfang des Jahres hatten die Enthusiasten noch zu beruhigen versucht. Im Januar und Februar seien die virtuellen Währungen traditionell schwach, hieß es da. Asiatische Investoren würden rund um das Neujahrsfest tendenziell eher verkaufen, um Geld für Reisen und Geschenke zu haben. Und: Nach der großen Rallye Ende 2017 sei eine Korrektur durchaus angebracht.

Doch mittlerweile ist es April und eine Korrektur folgt der nächsten: Der Bitcoin hat seit seinem Allzeithoch von 20.000 Dollar Mitte Dezember 65 Prozent verloren. Ether stieg im Januar auf 1400 Dollar und brach seitdem um 73 Prozent ein. Ripple ist nur noch 15 Prozent vom Allzeithoch Anfang Januar wert, als die Währung die Marke von 3,32 Dollar erreichte.

Mati Greenspan vom Analysehaus eToro glaubt, dass die Sorge um einen Handelskrieg Investoren generell dazu veranlasst, riskantere Anlagemöglichkeiten wie Kryptowährungen zu verlassen und sich wieder stärker mit weniger volatilen Assets anzufreunden. Zudem müssen viele Krypto-Investoren in den USA bis Mitte April Steuern auf ihre Investments zahlen, was die Verkäufe zusätzlich anheizen könnte.

Die ambitionierten Pläne vieler Krypto-Hedgefonds sind derzeit erst einmal auf Eis gelegt. Eigentlich hätten institutionelle Investoren längst im großen Stil in den Markt einsteigen sollen. Doch angesichts des großen Abwärtstrends fließen kaum noch neue Gelder in den Markt.

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Das regulatorische Umfeld bleibt unsicher. Wann kommt der Enthusiasmus gegenüber Bitcoin und Co. zurück? Das vermag derzeit niemand mehr so recht abzuschätzen.

Die Handelsplattform Coinbase jedoch arbeitet weiter an der Krypto-Zukunft. Sie stellte eine frühere Top-Managerin der New York Stock Exchange (NYSE) ein.

Christine Sandler war für den globalen Aktienhandel bei der NYSE verantwortlich und wechselte dann in ähnlicher Funktion zur Investmentbank Barclays. Nun soll sie dafür sorgen, neue institutionelle Investoren für Coinbase zu begeistern.

Die Krypto-Börse hat ein spezielles Angebot, das sich an professionelle Wall-Street-Händler richtet. Sandler soll dies nun dringend ausbauen. Steigende Märkte würden dabei helfen.

Kommentare (9)

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Herr Herbert Maier

05.04.2018, 09:36 Uhr

Haha, "dass die Sorge um einen Handelskrieg Investoren generell dazu veranlasst, riskantere Anlagemöglichkeiten wie Kryptowährungen zu verlassen" - Süß, die wollen uns immer noch weißmachen, dass Kryprowährungen so was sind wie echte Assets und Geldanlagen, die finanztechnisch auf Faktoren in der Realwirtschaft reagieren. Diese Analyse ist natürlich kompletter Humbug. Ein Handelskrieg hat mit Krypto"währungen" genauso so viel zu tun wie Futterpreise mit Pferdewetten. Der wahre Grund ist, dass sich die Strohfeuer-Hype dem Ende neigt. Denn die Leute haben mittlerweile verstanden, dass das nichts als ein Schneeballsystem ist und deswegen wollen da immer weniger Leute noch ihr echtes Geld verwetten. Und hier - wie immer bei so etwas - beißen den Letzten die Hunde.

Herr Grutte Pier

05.04.2018, 10:01 Uhr

vor wenigen Wochen auch vom Handelsblatt noch als "Supa-Dupa-Investition" gehypt und neue "Währung" angepriesen........

Nun seltsamerweise "im freien Fall" mit irgendwelchen konstruierten Begründungen "belegt"?

Hinter "Digitalwährungen" stehen keine Werte sondern nur der Glaube, dass sich ein Vollpfosten findet, der Geld für "Nichts" auszugeben bereit ist.

Gier frisst Hirn - war so, ist so und wird auch bei der nächsten hippen "Innovation" so sein.....

Herr Privatier atHome

05.04.2018, 10:12 Uhr

Gier frisst Hirn - war leider immer so.
Ich verstehe nicht, warum immer von Krypto-"Währungen" gesprochen wird.
Eine Währung muss vor Allem eines sein: stabil!
Keiner geht damit einkaufen. Was hat das mit Währung zu tun?
Der Schei... ist durch nichts absichert.
Reine Spekulation, um nicht zu Sagen: Schneeballsystem!
Dachte immer, das wäre verboten?!

Das Zeug wird nur gekauft, in der Hoffnung, es teurer weiter zu verkaufen.

Am Ende haben viele Dumme, ein paar Clevere sehr reich gemacht.

Was ist dann der Bitcoin wert? : Coin Bit

Und aus Ripple wird: R.I.P :-)

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