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14.03.2019

15:10

Devisen

Wetten gegen das britische Pfund befinden sich auf höchstem Stand seit Dezember

Die Unsicherheiten beim Brexit sorgen bei Anlegern für Unmut. Sie wetten zunehmend, dass das britische Währung an Wert verlieren wird.

Je näher der dem Brexit-Termin ohne klare Lösung rückt, desto nervöser werden die Märkte. dpa

Pfund Sterling

Je näher der dem Brexit-Termin ohne klare Lösung rückt, desto nervöser werden die Märkte.

LondonAnleger gehen offenbar vermehrt davon aus, dass sich das britische Pfund wegen der Brexit-Streitigkeiten bald verbilligen wird. Denn Leerverkaufswetten auf die Währung befinden sich auf dem höchsten Stand seit Dezember. Das zeigt ein Indikator für Händlerpositionierungen der US-Bank Citigroup.

Leerverkäufer leihen sich gegen eine Gebühr Wertpapiere bei Großinvestoren wie Banken oder Versicherungen. Sie verkaufen sie sofort weiter und hoffen, sie später zu günstigeren Kursen wieder zurückkaufen zu können. Dann geben sie die geliehenen Papiere wieder an den eigentlichen Eigentümer zurück. Fallen die Kurse, machen sie dadurch Gewinn.

„Die Ungewissheit wird die Stimmung gegenüber der volatilsten G10-Währung in diesem Jahr weiter trüben“, sagt Jingyi Pan, Strategin bei IG Asia Pte in Singapur. Je näher man einem Brexit-Termin ohne klare Lösung komme, desto nervöser würden die Märkte. „Sie werden sehen, wie diese Wetten weiter zunehmen“, sagte Pan.

Das britische Parlament hatte am Mittwoch gegen einen Brexit ohne Abkommen votiert. Diese Abstimmung wurde zunächst zwar von den Märkten begrüßt. Jedoch signalisierte das Parlament kaum, welche Art von Brexit von einer Mehrheit unterstützt werden könnte. Die Abgeordneten werden nun über eine Verschiebung der aktuellen Deadline vom 29. März abstimmen.

Bislang lief es gut für das Pfund

Trotz all dieser Turbulenzen lief 2019 für das britische Pfund bislang vergleichsweise gut. Es hat in diesem Jahr zum Dollar vier Prozent zugelegt. Damit hat es unter den zehn populärsten und liquidesten Währungen der Welt - den sogenannten G10-Währungen - bislang am besten performt.

Grafik

Die bislang gute Entwicklung fußt vor allem auf Hoffnungen, dass Großbritannien einen harten Ausstieg aus der EU vermeiden kann. „Da Investoren auf eine Verschiebung des Brexit-Termins spekulierten, könnte diese Euphorie von kurzer Dauer sein“, sagt jedoch Marcus Wong, Stratege bei der CIMB Bank Bhd.

„Damit wird das Problem nur vertagt, da Großbritannien der Unterzeichnung eines Brexit-Deals kaum näher gekommen ist als noch vor drei Monaten“, sagte Wong. „Daher positionieren sich die Anleger wohl zunehmend auf einen Rückgang des Pfunds.“

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