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17.10.2019

14:00

Digitalwährung

Aufseher planen laut EZB-Direktor Coeure kein Verbot von Libra

Laut EZB-Direktor Coeure gibt es keine Entscheidung, dass Cyberdevisen wie Libra nicht existieren dürfen. Weder die EU-Kommission noch die EZB planten ein Verbot.

Der Franzose Coeure leitet eine hochrangige Arbeitsgruppe zu Digitaldevisen, die von den sieben führenden Industriestaaten (G7) eingerichtet wurde. Reuters

Benoit Coeure

Der Franzose Coeure leitet eine hochrangige Arbeitsgruppe zu Digitaldevisen, die von den sieben führenden Industriestaaten (G7) eingerichtet wurde.

Frankfurt Die globalen Finanzaufseher wollen laut EZB-Direktor Benoit Coeure die von Facebook geplante Digitalwährung Libra oder ähnliche Währungen nicht verbieten. Es gebe keine Entscheidung, dass solche Cyberdevisen nicht existieren dürfen, sagte Coeure im Interview mit der Agentur Bloomberg, das die EZB am Donnerstag auf ihrer Webseite veröffentlichte. In Europa habe weder die EU-Kommission noch die Europäische Zentralbank (EZB) vor, dies zu Untersagen.

Der Franzose Coeure leitet eine hochrangige Arbeitsgruppe zu Digitaldevisen, die von den sieben führenden Industriestaaten (G7) eingerichtet wurde. Es wird erwartet, dass das Gremium an diesem Donnerstag den Finanzministern, die in Washington zum Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenkommen, ihre Empfehlungen ausspricht. Coeure betonte, Cyberdevisen müssten die höchsten Aufsichtsstandards erfüllen und politischen Zielen entsprechen.

Anders als die Cyberwährung Bitcoin soll Libra sich an einem Korb von Währungen orientieren und damit weniger schwankungsanfällig sein. Das Projekt war in vielen Ländern auf großes Misstrauen gestoßen. Die G7-Staaten äußerten auf einem Treffen im Juli ernste Bedenken.

Von

rtr

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